Politiker spenden Sitzungsgeld Hagens Bürgermeister Gausmann zieht positive Jahresbilanz

Von Frank Muscheid

Das Sitzungsgeld als Anerkennung für die Seniorenarbeit (von links): Uwe Sprehe (SPD), Roswitha Hehmann, Marion Obermeyer, Bastian Spreckelmeyer (CDU), Anni Ehrenbrink, Claus Molitor (CDU), Martina Bolke und Georg Hehemann (Die Grünen). Foto: Frank MuscheidDas Sitzungsgeld als Anerkennung für die Seniorenarbeit (von links): Uwe Sprehe (SPD), Roswitha Hehmann, Marion Obermeyer, Bastian Spreckelmeyer (CDU), Anni Ehrenbrink, Claus Molitor (CDU), Martina Bolke und Georg Hehemann (Die Grünen). Foto: Frank Muscheid

Hagen. Es hat sich viel bewegt 2014 in Hagen – das war der Tenor des Verwaltungsberichts von Bürgermeister Peter Gausmann zur letzten Ratssitzung des Jahres. Neues Feuerwehrgerätehaus und zwei neue Fahrzeuge der Ortswehr Hagen, zügige Bauleitplanung für den Einwohnerzuwachs und Anstrengungen für eine familiengerechte Kommune nannte er als positive Punkte im auslaufenden Jahr.

„Weitere Fahrzeuge unserer Ortswehren sind in Kürze abgeschrieben“, so Gausmann, sodass die Modernisierung weiterlaufen könne: 2016 und 2017 soll sowohl in die Ober- als auch in die Niedermark ein neues Tanklöschfahrzeug rollen.

2014 seien insgesamt 21 Baugrundstücke vermittelt und 80 Wohneinheiten bezugsfertig geworden, „womit eine hervorragende Siedlungsentwicklung erreicht werden konnte“. Für das Baugebiet Ostersiek erwarte er bald weitere Vermittlungen. Mit einer mehrjährigen externen Begleitung und Beratung durch den „Verein familiengerechte Kommune“ sollen Rahmenbedingungen für Familien verbessert werden, blickte Gausmann zurück: „Ich freue mich riesig, dass wir bislang 115 neugeborene Hagener und Hagenerinnen in 2014 begrüßen konnten“, ging er auf die Einwohnerentwicklung ein. Eine Zielsetzung aus „Demografie-Check“ und „Familien-Auditierung“ sei die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs nach Osnabrück, entsprechende Verhandlungsergebnisse würden bald in den Ratsgremien beraten.

Im Hochwasserschutz sei die Gemeinde „auf einem guten Weg, die Staumengen entsprechend dem Niederschlagabflussmodell“ für das Gemeindegebiet zu erreichen. Beispielhaft für den Tiefbau nannte er die Maßnahme Hüttenstraße/Heggestraße und den kürzlich fertiggestellten Gellenbecker Kreisel. Im Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ will die Gemeinde bis 2019 vier Millionen Euro im Ortskern verbauen. Für den Ortskern Gellenbeck sei zu prüfen, ob Fördermittel aus dem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) eingeholt werden können.

Das Hagener Jahresprogramm, zu dem unter anderem auch Sanierungen von Schulküche oder Sporthalle in Gellenbeck sowie Klassenräumen im Schulzentrum gehörten, sei „ein Mammutprogramm für alle Beteiligten“ gewesen. Kurz vor Weihnachten seien drei Asylbewerberfamilien aus Syrien und dem Irak herzlich empfangen und angemessen untergebracht worden, „ein Zeichen von ausgeprägter Mitmenschlichkeit in unserer Gemeinde“, so Gausmann.

Traditionell ging das letzte Sitzungsgeld für die Ratssitzung 2014 an gemeinnützige Einrichtungen, diesmal an die Seniorentreffs Obermark und Niedermark. „Sie bieten bunte Programme mit großer Themenvielfalt und leben durch offene und vertrauensvolle Gemeinschaften“, so Ratsvorsitzender Claus Molitor (CDU). Martina Bolke vom Treff Obermark und Marion Obermeyer vom Treff Niedermark machten deutlich, dass ihre Teams ortsteilweise und gemeinsam wichtige Kulturarbeit organisieren.


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