Erster Schritt für Förderung Sanierungsgebiet im Hagener Ortskern festgelegt

Von Frank Muscheid

Das Gebiet für die Ortskernsanierung in Hagen, wie es im Jahr 2013 vorgestellt wurde. Foto: Gemeinde HagenDas Gebiet für die Ortskernsanierung in Hagen, wie es im Jahr 2013 vorgestellt wurde. Foto: Gemeinde Hagen

Hagen. Hagen ist im Bund-Land-Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und hat bis 2019 über insgesamt rund 4 Millionen Euro zu beraten. Jetzt hat der Rat per Satzung das Sanierungsgebiet festgelegt.

Das erstreckt sich auf rund neun Hektar zwischen Schulstraße, Osnabrücker Straße, Hüttenstraße und Straße Am Dorfbrunnen sowie zwischen Martinistraße, Iburger Straße und Alter Straße. Aus dem als „städtebaulicher Problembereich“ benannten Gebiet von ursprünglich zwölf Hektar waren die Grünfläche zwischen den Kirchen und einzelne Grundstücke herausgenommen worden, für die kein Sanierungsbedarf erkennbar ist.

„Wir sind froh, dass wir ins Förderprogramm aufgenommen worden sind“, machte der Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses Hermann Buller (CDU) deutlich. Die zu verabschiedende Satzung sei „der grundlegende Rahmen, den wir setzen müssen“. Startpunkt sei der für Februar 2015 geplante Abriss des Klappergebäudes, den Bürgermeister Peter Gausmann in seinem Verwaltungsbericht angekündigt hatte. „Die Gestaltung des Rathausvorplatzes sowie des Parkplatzes wird bereits öffentlich beraten“, so Gausmann. Der Besucherparkplatz soll erweitert werden.

Weitere Schwerpunkte aus Gemeindesicht seien, so Michael Bensmann (CDU), der für die CDU-FDP-Gruppe sprach, die Eingänge zur Dorfstraße aufzuwerten, „eine attraktive Verbindung des Ortskerns zum Einkaufszentrum Hüttenstraße sowie die Beseitigung von Leerständen im Einzelhandel“. Die letzte Ortskernsanierung liege rund 25 Jahre zurück, etwa mit Kreisverkehr Hüttenstraße, Verlegung des Sportplatzes für eine Entlastungsstraße oder Erneuerung von Gibbenhoff und Dorfstraße. Jetzt sei es an der Zeit, weiter an Ortsbild und Attraktivität der Gemeinde zu arbeiten: „Wir möchten unser Hagen für die nächsten Generationen weiter attraktiv und einladend gestalten.“

Auch private Förderung

„Wir begrüßen, dass wir in das Städtebauförderprogramm aufgenommen sind“, sagte auch Günter Rolf für die SPD-Fraktion, die die Notwendigkeit sehe, an den genannten Stellen zu sanieren und das Programm daher unterstütze. Gut finde die Fraktion auch, die Sanierung gezielt und zügig über fünf Jahre vorzunehmen. Die Sanierung wird generell auf 15 Jahre begrenzt, die Gemeinde hatte gegenüber dem Land aber schon einen Sanierungszeitraum bis 2019 angekündigt. Interessant sei zudem, so Rolf, dass dieses Programm auch private Modernisierungsmaßnahmen fördere, wenn Vorgaben wie ortsbildprägende oder leer stehende Gebäude erfüllt seien. Im Frühjahr werde es sicher für alle Betroffenen und Interessierten Informationen dazu geben.


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