Von besinnlich bis bombastisch Weihnachtskonzert der Jugendmusikschule Hagen

Mit „White Christmas“ und „Silent Night“ begeisterten die Sängerinnen Ricarda Krabbemeyer, Joline Brand, Amelie Pohlmann, Hannah Altevogt und Sofie Naber die Gäste in der Alten Kirche. Foto: Danica PieperMit „White Christmas“ und „Silent Night“ begeisterten die Sängerinnen Ricarda Krabbemeyer, Joline Brand, Amelie Pohlmann, Hannah Altevogt und Sofie Naber die Gäste in der Alten Kirche. Foto: Danica Pieper

Hagen. Wenn am zweiten Advent weihnachtliche Klänge aus der Alten Kirche dringen, dann kann dies nur eins bedeuten: Es ist wieder Zeit für das traditionelle Weihnachtskonzert der Jugendmusikschule Hagen. Auch in diesem Jahr hatten die Schüler fleißig geprobt, um die etwa 120 Gäste in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

Nachdem am Freitag bereits der Elementarbereich der Jugendmusikschule das Publikum in der Alten Kirche begeistert hatten, zeigten am Sonntag die verschiedenen Instrumental- und Gesangsklassen ihr Können. Den Auftakt machte die Streicherklasse von Marzena Helgert, die mit Telemanns „Konzert in G-Dur“, Bachs „Konzert in d-Moll“ und Vivaldis „Winter“ drei festlich-barocke Werke passend zum Ambiente darbot. Die Querflöten-Klassen von Matthias Große hingegen setzten eher auf traditionelle Weihnachtslieder wie „We wish you a merry Christmas“. Auch die Cello-Klasse von Helena Schwarzenberger hatte mit „Es ist ein Ros’ entsprungen“ und „Macht hoch die Tür“ zwei feierliche Klassiker im Programm, bevor sie, unterstützt von Johannes Bensmann am Klavier, mit „Santa Claus Is Coming to Town“ eher lebhafte Töne anschlug. Da konnten auch einige der anderen Musiker nicht umhin, im Takt mitzuwippen.

Dass die Jugendmusikschule neben den Instrumentalisten auch über einige hervorragende Sängerinnen verfügt, zeigte der zweite Teil des Konzerts. So betörte Natalie Helgert, begleitet von einem Kammerensemble, bei Andrew Lloyd Webbers „Pie Jesu“ die Zuschauer mit ihrem glockenklaren Sopran. Ricarda Krabbemeyer bot eine sehr gefühlvolle Version von „Have Yourself a Merry Little Christmas“ dar, bevor sie mit ihren Mitschülerinnen Hannah Altevogt, Joline Brand, Sofie Naber und Amelie Pohlmann in himmlischen Harmonien Irving Berlins „White Christmas“ zum Besten gab, unterstützt von Jörg Zumstrull am Klavier und Viola Otten an der Querflöte.

Für das Weihnachtskonzert zusammengetan hatten sich die Saxofon-Klassen von Hilmar Volke und Marco Zügner sowie die Klarinetten-Klasse von Claudia Jansen und die Querflöten-Klasse von Matthias Große, die Rolf Zuckowskis „Kleinen Zinnsoldaten“ musikalisch zum Leben erweckten – mit Volke am Gesangsmikro: „Ich bin ganz schön aufgeregt, denn jetzt muss ich auch noch singen. Ach du liebe Güte!“, so der Lehrer.

Am Schluss betrat noch einmal Marzena Helgerts Streicherklasse die Bühne, die von einigen Musikern aus den umliegenden Gemeinden unterstützt wurde. Höhepunkt ihres Auftritts war Leroy Anderson gewaltiges „Christmas Festival“ – eine musikalische Reise durch verschiedene Weihnachtslieder, mal pompös wie bei „Joy to the World“, mal andächtig, wie beim gongverstärkten „Stille Nacht“. Mit der englischen Variante sorgten die oben genannten Sängerinnen aus der Klasse von Christoph Alexander Stallkamp dann für einen besinnlichen Schlusspunkt.

„Ich hoffe, Sie hatten einen einigermaßen kurzweiligen Nachmittag“, meinte Musikschullehrer Jörg Zumstrull. Den hatte das Publikum mit Sicherheit.


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