Frühe Einstimmung auf das Fest Traditionelles Herbstkonzert des MGV Sängerlust in Hagen

Von Horst Troiza

Seit mittlerweile 34 Jahren bestreitet der MGV Sängerlust Sutthausen sein Herbstkonzert in der ehemaligen Kirche in Hagen. Die Sänger haben ein treues Stammpublikum, sodass es immer zwei Auftritte gibt. Foto: Swaantje HehmannSeit mittlerweile 34 Jahren bestreitet der MGV Sängerlust Sutthausen sein Herbstkonzert in der ehemaligen Kirche in Hagen. Die Sänger haben ein treues Stammpublikum, sodass es immer zwei Auftritte gibt. Foto: Swaantje Hehmann

Hagen. Gleich zweimal gehörte am Wochenende das Podium in der Ehemaligen Kirche wieder dem MGV Sängerlust aus Sutthausen. Traditionell laden die Sänger des mittlerweile 108 Jahre alten Chores ihr Publikum zum großen Herbstkonzert nach Hagen ein.

Zuerst sei es das Fehlen eines geeigneten Konzertortes gewesen, das den Männergesangverein 1980 zum ersten Mal nach Hagen geführt hatte. „Dann überzeugte uns die herrliche Akustik im alten Kirchenraum, und wir sind seitdem diesem Ort treu geblieben“, erzählte der Vorsitzende Bernhard Köhne vor Beginn des Konzerts. Die Verbindung hält bis heute, und auch dem Publikum wird es keine Last, ein paar Kilometer nach Hagen zu fahren.

Tradition ist es auch, das Samstagskonzert tags drauf noch einmal zu wiederholen. Der Chor hat eine treue Fangemeinde, die so stark ist, die Sitzplätze an beiden Tagen zu füllen. Während am ersten Tag etwa 300 Zuhörer gezählt wurden, lag deren Zahl am Sonntag noch ein wenig höher.

Das Programm des diesjährigen Herbstkonzertes bestand zunächst aus einer Abfolge von geistlichen Liedern, Volks- und klassischen Liedern sowie einigen Titeln aus dem Feld der leichten Muse. Bereits bei den Kirchenliedern erwies sich der Chor als gut vorbereitet und konnte mit seinem harmonischen Gesang und seiner Ausdrucksstärke glänzen. Dirigent Jörg Spaude führte die Sänger sicher und begleitete sie bei einigen Titeln am Flügel.

Ebenso konnte die stimmliche Bandbreite des Männerchores gefallen. Von Beethovens „Die Ehre Gottes“ bis zum Gassenhauer „Wochen-end und Sonnenschein“ ist es ein langer Weg, den die Sänger aber mühelos zurücklegten. In diesen weit gesteckten Rahmen passten auch Titel wie Franz Schuberts „Die Nacht“ und Bernhard Webers „Ilsebill“, dessen munter plappernde Protagonistin den Sängern einiges an schnellem Zungenschlag abverlangte.

Wie gewohnt hatte der Chor zum Herbstkonzert einen Solisten eingeladen. Dieses Mal war es Finn Niclas Scherf, der das Publikum mit seinen Darbietungen auf dem Akkordeon überzeugen konnte. Bei Stücken wie „Biscaya“ und Astor Piazollas „Tanti Anni Prima“, und später, nach der Pause, mit Lydie Auvreys „Couscous“ legte der Musikstudent beachtliches Können an den Tag.

Das Konzert klang aus
mit einer Reihe von Weihnachtsliedern. Scherf leitete das Finale mit „Winterwonderland“ und „Happy X-Mas“ ein, bevor der MGV die Zuhörer mit „Es ist ein Ros entsprungen“, „Tochter Zion“ und dem Trommlerlied in eine vorweihnachtliche Stimmung versetzte.