Mit großer Begeisterung Gruppenleiter im Jungen Club Hagen

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Zwei, die sich ihr Leben ohne den Jungen Club Hagen nicht vorstellen wollen: die Gruppenleiter Annika Ellmann und Julian Kampe. Foto: Horst TroizaZwei, die sich ihr Leben ohne den Jungen Club Hagen nicht vorstellen wollen: die Gruppenleiter Annika Ellmann und Julian Kampe. Foto: Horst Troiza

Hagen. Die eine muss ihre ehrenamtliche Arbeit beim Jungen Club Hagen mit der Schule in Einklang bringen, der andere mit seiner Berufsausbildung. Dennoch sind Annika Ellmann und Julian Kampe begeistert über ihre Arbeit als Gruppenleiter.

Generationen von Hagenern kennen den Jungen Club, eine der Jugendgruppen der katholischen Kirchengemeinde St. Martinus. Die meisten haben ihn als Kinder kennengelernt, haben die Gruppenstunden mitgemacht, sind mit zum Schwimmbad und zum Ponyhof und anderen Freizeitveranstaltungen gefahren und haben an den legendären Zeltlagern teilgenommen. Viele sind noch dabei geblieben, als sie die Altersgrenze von 15 Jahren erreicht hatten, haben sich zum Gruppenleiter schulen lassen und sind der Jugendorganisation nach dem Teenager-Alter treu geblieben.

Die heute 17-jährige Annika Ellmann und ihr zwei Jahre älterer Kollege Julian Kampe waren als Achtjährige ins Martinusheim gekommen, um dort an den Gruppenstunden teilzunehmen. Dort haben sie zusammen gespielt und sind zusammen erwachsen geworden. In der Gruppe werden Freizeitaktivitäten geplant und durchgeführt, soziale Kompetenz vermittelt und Selbstreflexion geübt. Hier lernen die Heranwachsenden in einer kleinen Gemeinschaft Grundvoraussetzungen wie gegenseitige Akzeptanz, aber auch individuelle Stärke. Für jeden ist dort Platz, egal welcher Herkunft, Religion oder sozialem Stand. Annika und Julian benutzen häufig den Begriff Begeisterung, und wer genau hinschaut, sieht, dass sie selbst begeistert sind. „Ich war nach einer Weile, noch als Kind, richtig begeistert. Ich habe mich hier so wohlgefühlt, dass ich unbedingt weitermachen wollte, als ich 15 Jahre alt wurde. Ich wollte Gruppenleiter werden, um auch bei anderen diese Begeisterung schüren zu können“, beschreibt es Julian. Bei Annika war es kaum anders. Sie sei angesprochen worden, „und ich habe mich sofort bereit erklärt, in Zukunft eine Gruppe zu übernehmen“.

Für die Gymnasiastin ist es zeitlich kein besonderer Aufwand, regelmäßig zu den Gruppenstunden zu kommen. Das sieht bei Julian etwas anders aus. Er befindet sich in der Ausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik. „In der ersten Zeit ist es manchmal eng geworden, sodass ich im Arbeitsanzug zur Gruppenstunde kam.“ Als er aber in seinem Betrieb von seiner Rolle als Jugendleiter gesprochen hatte, änderte sich das. Jetzt kann er immer pünktlich weg, wird auch sonst gut unterstützt.

Wie lange sie das noch machen wollen? Darüber haben sie noch gar nicht nachgedacht. So lange wie möglich, denn ihre Begeisterung für die Arbeit im Jungen Club hält ungebrochen an.


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