Zeichen gegen Monokulturen Pflanzaktion des Heimatvereins Hagen

Die Bäume werden vor dem Pflanzen mit bissfestem Drahtgeflecht umwickelt. Foto: HeimatvereinDie Bäume werden vor dem Pflanzen mit bissfestem Drahtgeflecht umwickelt. Foto: Heimatverein

Hagen. Der Heimatverein Hagen hat auf dem Hof Schuten an der Heggestraße in Altenhagen eine Streuobstwiese um zehn Bäume erweitert. Es handelt sich nach Mitteilung des Vereins um alte und standortgerechte Sorten. Drei Apfelbäume, drei Kirschbäume, zwei Birnbäume – alle hochstämmig – zudem ein Walnussbaum und eine Esskastanie.

Die Bäume wurden anschließend fachmännisch mit Haltevorrichtungen versehen. Nach etwa zweistündiger Arbeit wurde bei typischem Novemberwetter auf dem Hofgelände zünftig gefrühstückt.

„Noch vor Jahrzehnten umgaben Obstgärten viele Dörfer und Bauernhöfe“, heißt es in der Mitteilung. Hagener Obst wurde im vergangenen Jahrhundert auf den Märkten in Osnabrück und Münster angeboten. In den 50er und 60er Jahren sind die die Landschaft prägenden Obstbaumwiesen mehr und mehr verschwunden. Seit 1990 steuert der Verein mit jährlich einer Pflanzaktion dieser Entwicklung entgegen.

Engagierte Vereins- und Vorstandsmitglieder haben seither schon mehr als 24 Steuobstwiesen angelegt. Die Kosten für die seither angeschafften etwa 350 Bäume wurden aus dem eigenen Etat finanziert. „Der Heimatverein leistet durch die jährlichen Pflanzaktionen seinen Beitrag, das begrenzte Angebot regionaltypischer Obstbäume- und Wiesen zu erweitern“, heißt es. Er setze damit bewusst ein Zeichen gegen die allerorts anzutreffenden Monokulturen.