Martinsspiel von Messdienern gestaltet Martinsumzug Hagen: Durch Teilen die Welt heller machen

Von Kerstin Pentermann


Hagen. Durch Teilen wird Licht in die Welt gebracht. Das ist die Botschaft, die in der St. Martinuskirche in Hagen alljährlich im traditionellen Martinsspiel und auf dem anschließenden Martinsumzug verbreitet wird. Auch am Sonntag lud die katholische Gemeinde im Osnabrücker Land wieder dazu ein.

Den Wortgottesdienst übernahm Kaplan Ralf Krause. In seiner Ansprache ging er parallel auch auf die Feierlichkeiten zum Mauerfall ein. „Vor 25 Jahren spielten Kerzen und Lichter ebenfalls eine große Rolle, als es darum ging, eine Diktatur zu stürzen“, erklärte er.

Das Martinsspiel wurde von den jüngsten Messdienern der ersten Messdienergruppe gestaltet. Die neun- bis zehnjährigen Mädchen Johanna, Jette und Marlen als St. Martin, Stallknecht und Bettler hatten zusammen mit den Leiterinnen der Messdienergruppen Louisa Pieper, Lisa Glasmeyer und Mira Temme-Winter unter der Regie von Manfred Böhnstedt geübt. Johanna musste auch ihren Ritt auf dem Pferd proben, mit dem sie den Martinsumzug durch den Ortskern anführte, im Gefolge die Laternen- und Fackelträger und alle weiteren Umzugsteilnehmer.

Martinsspiel

Im Martinsspiel wurde der Bettler nicht nur mit dem wärmenden Mantelteil gegen die Kälte versorgt, St. Martin schenkte ihm auch warme Socken gegen kalte Füße und einen Apfel gegen den Hunger. Im Traum erschien ihm daraufhin Jesus, der ihn für seine Taten lobte. Im Anschluss an das Martinsspiel, konnten die Kinder der Gemeinde Spielzeugspenden für andere Kinder aus bedürftigen Familien abgeben. Die Kollekte wurde für die internationale Caritashilfe und die Syrienflüchtlingshilfe gesammelt.