„Beats für Benefiz“ Umjubeltes Konzert in der Alten Kirche in Hagen

Von Danica Pieper


Hagen. Es ist ein sensationeller Erfolg: Fast 600 Besucher kamen am Samstag in die Alte Kirche, um beim „Beats für Benefiz“-Konzert dabei zu sein. Die Hagener Bands „4 non drums“ und „Joga Club“ hatten den Abend organisiert, um Geld für den Hospizverein Hagen zu sammeln.

„Die Bude ist voll“, konnte Norbert Niemeyer zu Beginn des „Beats für Benefiz“-Konzerts verkünden. Bei dem Cheforganisator und „4 non drums“-Sänger war die Freude groß, hatte er doch einige Nächte zuvor geträumt, dass nur 50 Besucher in der Alten Kirche auftauchen. Am Ende waren es mehr als zehn Mal so viele, die in dem ehemaligen Gotteshaus zusammengekommen waren, um bei dem gemeinsamen Konzert von „Joga Club“, „4 non drums“ und dem „Beats für Benefiz“-Chor dabei zu sein. „Ich bin so stolz auf diese Veranstaltung“, erklärte Niemeyer. Nicht nur habe der Hospizverein Hagen seinem Vorschlag, ein Benefizkonzert zu veranstalten gleich zugestimmt, auch die Bands seien direkt mit im Boot gewesen.

Den Auftakt machten die fünf Männer von „Joga Club“, die von zwei Gastmusikern unterstützt wurden: Ex-Schlagzeuger Markus Korte und Sängerin und Querflötistin Stephanie Rethmann, Schwester von Sänger Philipp Rethmann. Für das „Beats für Benefiz“-Konzert präsentierten sich „Joga Club“ nicht nur in akustischem Gewand, sie hatten ihre Lieder auch neu arrangiert. Den ersten Song „Natur“ etwa leitete Keyboarder Dominik Schönhoff auf der Orgel ein, während der Rest der Band dazu im Chor sang.

Weitere Höhepunkte waren „Schwarz Weiß“, für das Philipp Rethmann die Kastagnetten auspackte, und „Nirgendwo wäre ich lieber“ mit Schönhoff am Akkordeon, dessen Titel für die Band auch gewissermaßen das Motto des Abends war. „Es ist unfassbar, wie schön das hier heute Abend ist“, erklärte Gitarrist Daniel Bünemann. Das sah das Publikum offenbar genauso und feierte „Joga Club“ frenetisch.

Auch bei den „4 non drums“, gab es kein Halten mehr: Die Band nahm ihre Gäste mit auf eine Reise durch die Rockmusikgeschichte, die von Johnny Cash über die Beatles bis hin zu Chris Isaak reichte. Für den zweiten Teil des Sets baten die „4 non drums“ ihrem Namen zum Trotz Schlagzeuger Nils Niemeyer auf die Bühne, während Sänger Stefan Cordes die Gruppe bei „Hey Joe“ von Jimi Hendrix unterstützte. Höhepunkt war Bob Dylans „Knockin‘ on Heaven’s Door“, bei dem das Publikum mit einstimmte.

Den Abschluss des gut dreistündigen Konzerts bildete der Auftritt des „Beats für Benefiz“-Chors. Die etwa 20 Sänger hatten sich extra für das Konzert zusammengefunden und waren teilweise aus Köln, Düsseldorf und Hamburg angereist. Obwohl einige Sänger im Vorfeld über keine Chorerfahrung verfügten, zeigte die Gruppe eine starke Gesangsleistung und beeindruckte die Zuschauer mit Liedern wie „Down to the River to Pray“ oder „The Lion Sleeps Tonight“. Einen Text hatten sie sogar selbst verfasst: „Wir sind gekommen, um das Leben zusammen zu feiern“, sangen die Chormitglieder, und „wir freuen uns über dieses tolle Konzert.“ Dem konnte das Publikum nur lautstark zustimmen.

Wie viel Geld bei „Beats für Benefiz“ zusammengekommen ist, ist derzeit noch nicht bekannt. Niemeyer rechnet damit, dass die Summe Mitte der Woche feststeht.