Bei Familienfreundlichkeit eins draufgesetzt Hagens SPD beantragt Übernahme der Kindergartenbeiträge

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Vorstellung des im Sommer gestellten Antrags, die Kosten zu ermitteln, die der Gemeinde bei einer Übernahme der Elternbeiträge für die letzten beiden kostenpflichtigen Kindergartenjahre entstehen: Unser Foto zeigt (von links) SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Sprehe, Ratsmitglied Jörg Plogmann und Sonja Ossege, Vorsitzende des Familienausschusses. Foto: Archiv/SPDVorstellung des im Sommer gestellten Antrags, die Kosten zu ermitteln, die der Gemeinde bei einer Übernahme der Elternbeiträge für die letzten beiden kostenpflichtigen Kindergartenjahre entstehen: Unser Foto zeigt (von links) SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Sprehe, Ratsmitglied Jörg Plogmann und Sonja Ossege, Vorsitzende des Familienausschusses. Foto: Archiv/SPD

Hagen. Die Gemeinde hat bereits einiges unternommen, um sich als kinderfreundliche Kommune zu profilieren. Die SPD-Fraktion fordert, das Hagen jetzt noch einen draufsetzt, um für junge Familien besonders attraktiv zu sein: Im Familien-, Sport-, Kultur- und Tourismusausschuss ist der Antrag gestellt worden, dass die Gemeinde ab dem Kindergartenjahr 2015/16 die Gebühren für das zweite und dritte Kindergartenjahr übernimmt.

Das würde für ein Alleinstellungsmerkmal der Kirschgemeinde im Vergleich zu den umliegenden Kommunen sorgen, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Sprehe in der Begründung heraus: „Wir versprechen uns hiervon eine deutliche Attraktivitätssteigerung, die junge Familien dazu bewegen könnte, nach Hagen zu ziehen.“

Gleichzeitig entlaste der kostenfreie Kindergartenbesuch alle Hagener Familien mit Kindern, wird weiter angeführt. Wenn der Antrag, der jetzt im Rahmen der Haushaltsberatungen in den Gremien auf der Tagesordnung steht, eine Mehrheit finden sollte, müssten Eltern in Hagen künftig in den drei Kindergartenjahren keine Gebühren für einen Platz zahlen – jedenfalls nicht für die Regelbetreuungszeit von vier Stunden. Für diesen Betreuungsumfang soll die neue Regelung für Familien, die „in Hagen wohnen und in der Gemeinde einen Kindergarten nutzen“, zunächst gelten. Die Kosten für das letzte Jahr werden in Niedersachsen bekanntlich vom Land getragen.

„Eigentlich ist es nicht nachvollziehbar, dass für das letzte und vorletzte Kindergartenjahr Elternbeiträge gezahlt werden müssen und der anschließende Schulbesuch beziehungsweise das Studium grundsätzlich kostenfrei sind“, macht die Hagener SPD-Fraktion zu ihrem Antrag für die „Übernahme von Elternbeiträgen“ noch einmal grundsätzlich deutlich.

Im Sommer hatten die Hagener Sozialdemokraten im Rat beantragt, dass die Verwaltung die Kosten ermittelt, die der Gemeinde bei Übernahme der Elternbeiträge für die Regelbetreuung entstehen. Das Ergebnis: Eine solche Zusatzleistung würde den Hagener Haushalt jährlich mit Mehrausgaben von mehr als 200000 Euro belasten. Derzeit bezuschusst die Kirschgemeinde Betreuungsangebote bereits insgesamt mit einer Summe von rund 900000 Euro.

Zuletzt hat der Rat zum Oktober ein Bildungspaket für Neugeborene beschlossen. Inhalt: Gutscheine im Wert von 600 Euro für Angebote Hagener Einrichtungen wie Kurse der Musikschule, die bis zum achten Lebensjahr eingelöst werden können, sowie 200 Euro zur Geburt und 200 Euro zur Einschulung. Die Verbesserungen für Familien scheinen sich auszuzahlen: Ende Oktober ist das 100. Baby in diesem Jahr im Hagener Rathaus angemeldet worden.


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