Superzwischenfazit nach drei Tagen Kirmes mit Ferkelmarkt: In Hagen ist schweinemäßig was los


Hagen. Das Wetter meinte es gut mit den Hagenern: Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich bereits am Freitag zahlreiche Besucher ein, um die Kirmeseröffnung mit Luftballonwettbewerb und Fassanstich zu feiern. Auch am Samstag strömten bei sommerlichen Temperaturen Tausende Besucher durch den Ortskern. Insbesondere am Gibbenhoff zwischen Autoskooter und Raupenbahn war der Andrang so groß, dass ein Durchkommen zeitweise kaum möglich war.

„Am Samstag war es rappelvoll“, bekräftigte Christoph Oliver Risau von „Cocktails on Tour“ den Eindruck der Besucher. „Die Kirmes hat in diesem Jahr durch das Jubiläum besonders viele Leute angezogen“, erklärte Heinz Hammoor, stellvertretender Vorsitzender des Schaustellerverbandes Weser-Ems.

Da der Ferkelmarkt in diesem Jahr zum 400. Mal stattfindet, dürfen die Hagener an vier statt wie gewöhnlich an drei Tagen feiern. „Es ist gut, dass wir den dritten Oktober mit dabei hatten“, erzählt Hammoor. Hätten sich die Besucherzahlen vom Freitag und Samstag auf einen Tag konzentriert, wäre der Ansturm wohl nicht zu bewältigen gewesen.

„Das wäre nicht gegangen, da hätten wir die Kirmes schließen müssen“, meinte Risau. So verlief jedoch alles friedlich und harmonisch. „Ich habe keine Polizei und keinen Krankenwagen gesehen“, berichtete der Schausteller.

Die Polizei bestätigte diese Einschätzung: „Es ist alles sehr ruhig verlaufen“, erklärte Stefan Broxtermann. Größere Schlägereien habe es zum Glück nicht gegeben, nur einige kleine Auseinandersetzungen: „Das war aber nichts Dramatisches und alles im Rahmen.“ Auch aus Sicht der Malteser verlief die Kirmes „gut“, genauere Angaben wollten die Helfer jedoch nicht machen.

Am Sonntag war das Wetter zwar nicht mehr ganz so freundlich und sonnig, dennoch herrschte bereits am Vormittag zwischen Karussells und gebrannten Mandeln reger Betrieb. Insbesondere Familien genossen die etwas ruhigere Atmosphäre, und auch viele Kirchgänger drehten nach dem Gottesdienst eine gemütliche Runde durch den Ortskern. Den größten Andrang dürfte die Kirmes jedoch am heutigen Montag verzeichnen, wenn Hagen seinen 400. Ferkelmarkt feiert.

Zum Jubiläum stattet auch Bischof Franz-Josef Bode der Kirschgemeinde am Teutoburger Wald einen Besuch ab, während Entertainer Jan Willem sein Ferkelmarktlied „In Hagen ist schwer was los“ präsentiert. „Montag wird der Haupttag“, ist sich Schausteller Heinz Hammoor sicher. „Denn der Ferkelmarkt zieht viele Auswärtige an.“


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