Dickes Lob für Kämmerin Hagen kann Schuldenstand reduzieren

Von Wolfgang Elbers

Haushalt in Hagen: Geringer Schuldenabbau ist möglich. Foto: KapitzaHaushalt in Hagen: Geringer Schuldenabbau ist möglich. Foto: Kapitza

Hagen. Die Kirschgemeinde schafft es auch im laufenden Jahr wieder, den Etat mit einem Gesamtvolumen von jetzt 19,25 Millionen Euro ohne Neuverschuldung zu finanzieren. Das machen die im Finanzausschuss präsentierten Zahlen des Nachtragshaushalts 2014 deutlich. Dabei betragen die Investition mehr als vier Millionen Euro.

Kämmerin Christine Möller bekam viel Lob für das 89-seitige Zahlenwerk, das den Ratsmitgliedern zur Sitzung zugestellt wurde. Erneut dürfte die Gemeinde es trotz der zu schulternden Projekte auch wieder schaffen, Schulden abzubauen – nach aktuellem Stand um rund 130000 Euro auf dann rund 12 Millionen Euro.

Bereits vor dem abschließenden Tagesordnungspunkt „Nachtragsplan 2014“ war die Arbeit der Finanz-Abteilung im Rathaus gewürdigt worden. So wird im Schlussbericht des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) des Landkreises zum Jahresabschluss 2012 ausdrücklich hervorgehoben: „Der Abschluss vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Gesamtlage der Gemeinde.“

Für die SPD-Fraktion stellte deren finanzpolitischer Sprecher Rainer Plogmann heraus: „Wer den Bericht aufmerksam gelesen hat, stellt fest, dass der Kämmerin und ihrem Team ausgezeichnete Arbeit bescheinigt wird.“

Steffen Plogmann erklärte für die CDU/FDP-Ratsmehrheit: „Wir freuen uns, dass Hagen Ende 2012 die Gesamtschulden um 686000 Euro verringern konnte und alle Zahlen jetzt vom Rechnungsprüfungsamt bestätigt worden sind.“ Auch Bürgermeister Peter Gausmann sprach von einem „Super-Ergebnis“.

Das RPA kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, dass die Gemeinde auf einen sogenannten „konsolidierten Gesamtabschluss“ – eine Konzernbilanz, in der auch die ausgegliederten Gesellschaften berücksichtigt sind – verzichten könne. Grund: Das Wasserwerk habe „lediglich untergeordnete Bedeutung“. Deshalb hat auch der Finanzausschuss die Beschlussempfehlung getroffen, auf diesen Abschluss zu verzichten.

Nach knapp einer Stunde waren die 13 Tagesordnungspunkte abgearbeitet. „Ihr seid ja heute schnell“ , staunte auch Ausschussvorsitzender Thorsten Ammermann (CDU), als er mit 30-minütiger Verspätung eintraf und acht Punkte erledigt waren. Der Bürgermeister hatte aufs Tempo gedrückt: Er musste, wie weitere Mitglieder, noch zur Versammlung zum „Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept“ (Ilek).