In Interesse der Sicherheit Claus Molitor ist Vorsitzender der Hagener Verkehrswacht

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Claus Molitor ist der ehrenamtliche Vorsitzende ihres Ortsvereins in Hagen. Foto: Horst TroizaClaus Molitor ist der ehrenamtliche Vorsitzende ihres Ortsvereins in Hagen. Foto: Horst Troiza

Hagen. „Schule hat begonnen“, eine einfache, aber deutliche Botschaft, ebenso die gelben Füße auf den Schulwegen: Verantwortlich dafür ist seit Jahren die Deutsche Verkehrswacht. Claus Molitor ist der ehrenamtliche Vorsitzende ihres Ortsvereins in Hagen.

Einmal in der Woche wird der große Esstisch im Wohnzimmer der Molitors zum Büro der Hagener Verkehrswacht umfunktioniert. Dann beschäftigt sich Claus Molitor mit dem Schreibkram, der zwangsläufig bei einer Vereinstätigkeit anfällt. Vor zwei Jahren wurde ihm der Vorsitz im Ortsverein angetragen, als Mitglied im Verkehrs- und Wegeausschuss war ihm die Materie schließlich nicht fremd.

Seither ist er zusammen mit seinem Stellvertreter Ralf Zumstrull und Kassenwart Heinz Niemann für die Geschicke der Verkehrswacht in Hagen verantwortlich. Im Grundsatz ist ihre Aufgabe die Förderung der Verkehrssicherheit, dazu gehören Verkehrserziehung und –aufklärung, die Verhinderung von Verkehrsunfällen durch geeignete Maßnahmen und die Wahrnehmung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer.

In Hagen hat sich die Verkehrswacht zuletzt für eine Ampelanlage an der Alten Straße eingesetzt. „Wir reagieren da auf Informationen von Bürgern, die wie in diesem Fall einen potenziellen Gefahrenpunkt ausmachen“, beschreibt der 57-Jährige. Zuerst stieß er mit diesem Anliegen im Rathaus auf Skepsis, aber nach einer Verkehrszählung waren alle Zweifel beseitigt. „Das hat mich gefreut, dass man mit guten Argumenten etwas erreichen kann“. Jetzt können Fußgänger die Stelle dort gefahrlos überqueren.

Molitor war 35 Jahre Berufssoldat, zuletzt als Wehrdienstberater für die Stadt und den Landkreis Osnabrück. Einen Befehlston hat er sich in den Jahren nicht angeeignet, aber Teamgeist und Zielstrebigkeit. Die ist wichtig, wenn sich für etwas verantwortlich fühlt. „Ich wollte nach meinem Dienstende hier in Hagen Verantwortung übernehmen, und mitgestalten“, sagt er. Als er aus den Reihen der Christdemokraten gefragt worden sei, ob er ein politisches Amt übernehmen wolle, habe er nach einigem Überlegen zugesagt. Heute ist er Ratsvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Und Vorsitzender der Verkehrswacht. Weil seine Frau und seine beiden Söhne seine ehrenamtlichen Tätigkeiten unterstützen, kann er sich ihnen mit Hingabe widmen. Gern würde er neue Mitglieder in den Ortsverein der Verkehrswacht holen, die mittlerweile nur noch 30 Köpfe zählt. „Dabei geht Sicherheit auf den Straßen doch alle an, ob Kind, Erwachsener oder Senior, wir sind alle Verkehrsteilnehmer“. Die 6,14 Euro Jahresbeitrag sind auch wirklich keine große Hürde, um die Ziele der Verkehrswacht auch durch Mitgliedschaft zu unterstützen. Für die Zukunft hat Molitor bereits ein neues Projekt im Auge. „Tippen tötet!“, soll auf Spruchbändern stehen, die an einigen Stellen angebracht werden sollen. „Wir wollen auf die Gefahren des Schreibens von SMS am Steuer hinweisen“.


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