Längerfristiger Betrieb möglich Lokal Kriege zur Hagener Kirmes geöffnet

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Lösung für die Kirmestage gefunden: Kriege im Hagener Ortskern. Foto: Archiv/GründelLösung für die Kirmestage gefunden: Kriege im Hagener Ortskern. Foto: Archiv/Gründel

Hagen. Die Tinte ist noch nicht lange trocken: Montagnachmittag haben die beiden GMHütter Wirte Aloys Stegemann (Brauhaus Dröge) und Josef Krapp (Kolpinghaus in Alt-Hütte) bei der Volksbank für das seit Anfang Mai wieder leer stehende Traditionslokal Kriege einen kurzfristigen Pachtvertrag für den Zeitraum der Hagener Kirmes unterschrieben.

Beide schließen auch nicht aus, die Vorzeige-Adresse im Ortszentrum der Kirschgemeinde längerfristig zu betreiben. Aloys Stegemann, der seit 17 Jahren mit dem Brauhaus Dröge erfolgreich ist: „Das ist ein sehr interessantes Objekt. Wir wollen erst mal schauen, wie es läuft.“

Die Hagener Kirmes sei ein regionales Ereignis, und da wäre es aus seiner Sicht schade gewesen, wenn ein Anlaufpunkt wie Kriege an diesen Tagen nicht geöffnet hätte. Der Kontakt zu den beiden Gastro-Betreibern ist durch einen Getränkelieferanten zustande gekommen. Durch die kurzfristige Lösung ist jetzt sichergestellt, dass Kriege an den diesmal wegen des Feiertages am 3. Oktober bereits am Freitag beginnenden vier Kirmestagen bis Montag geöffnet ist. Auch das traditionelle Frühstück nach der Eröffnung des Ferkelmarkts am Schlusstag kann jetzt im Saal Kriege stattfinden.

Bürgermeister Peter Gausmann: „Es ist eine gute Nachricht, dass die Kriege-Räume an den Kirmestagen zur Verfügung stehen.“ Die beiden GMHütter Wirte werden mit ihrem Team nicht nur im Lokal für Ausschank und Service sorgen, sondern auch im Party-Zelt auf dem gemeindlichen Parkdeck.

Josef Krapp, der vor mehr als 20 Jahren das Kolpinghaus in Alt-Georsmarienhütte übernommen hat, freut sich auf die Herausforderung: „Es ist natürlich auch mit einer Menge Arbeit verbunden, ein nicht genutztes Lokal wieder aufzumachen, aber Hagen ist ein toller Standort.“ Der 53-Jährige hätte vor 21 Jahren übrigens fast in der Kirschgemeinde die damalige Gaststätte „Altes Posthorn“ übernommen: „Aber das ist am Ende dann leider nicht zustande gekommen.“

Sowohl Krapp als auch Stegemann sind in den letzten Jahren immer mal wieder in Hagen gewesen und freuen sich auf die Kirmes-Aufgabe: „Das wird spannend, denn das ist auch für uns etwas Besonderes.“

Anfang Mai war überraschend das Aus für das „Restaurant Kriege“ gekommen. Der letzte Betreiber hatte das Lokal erst im März 2013 übernommen, sah sich aber 14 Monate später aus privaten Gründen nicht mehr in der Lage, den Gastro-Betrieb weiterzuführen.

Seither hat es zahlreiche Gespräche gegeben, einen neuen Pächter zu finden. Stegemann und Krapp können sich ein längerfristiges Engagement in Hagen vorstellen: „Nach der Kirmes wird es darüber Gespräche mit der Bank geben.“


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