Wie im Sommerschlussverkauf Viel los bei Flohmarkt und Hofauktion der KAB Hagen

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Reichlich Betrieb herrschte wieder beim Flohmarkt und der Hofauktion, die zum 11. Mal von der KAB veranstaltet wurde. Foto: Horst TroizaReichlich Betrieb herrschte wieder beim Flohmarkt und der Hofauktion, die zum 11. Mal von der KAB veranstaltet wurde. Foto: Horst Troiza

Hagen. Für die einen ist es nur alter Haushaltskram, für andere sind es lohnenswerte Objekte der Begierde: Bei der 11. Hofauktion der KAB St. Martinus wechselten wieder massenweise Geschirr und Küchengerätschaften ihre Besitzer. Im Garten des alten Pfarrhauses herrschten Szenen wie im Sommerschlussverkauf.

Geschäftsleuten hätten bei diesem Bild die Herzen höher geschlagen. Eine Viertelstunde vor Öffnung des Pfarrgartens wartete eine Traube von gut 80 Menschen vor dem Eingang. Alle trugen Körbe und Tüten in den Händen und warteten gespannt auf das Zeichen zum Loslegen. Doch erst hatte das KABTeam noch die Plastikfolien von den Tischen zu entfernen, mit der die Verkaufsware vor dem kurz zuvor niedergegangenen Regenguss geschützt worden war.

Dann wurde das rot-weiße Absperrband weggerissen und Alois Henle und Hubert Wellmann, vor elf Jahren die Initiatoren der Hofauktion, hatten gerade noch Zeit zur Seite zu treten, als sich der Strom der Kaufwilligen auch schon in den Freiluftverkaufsraum ergoss. Im Nu bevölkerten geschätzte 250 Menschen das Areal und ließen ihre Blicke über die Auslagen wandern.

„Ein Jahr lang ist der Trödeltrupp ausgeschwärmt und hat alles gesammelt, was in Hagens Haushalten nicht mehr benötigt wurde“, erklärte Henle, der vor Jahren die Idee von einer Hofauktion in Mettingen mitgebracht hatte. Von Beginn an erwiesen sich Auktion und Trödelmarkt als Renner und zogen jedes Jahr reichlich Publikum an. Auch jetzt schlugen die Käufer beim Trödelmarkt in der Regel gleich mehrfach zu und füllten sich Taschen und Körbe mit Sammeltassen, Suppenterrinen und allem möglichen Porzellangeschirr. Auch Bücher standen hoch im Kurs.

Wer meinte, genügend ergattert zu haben, ging in Richtung Kasse, wo Beate Frankenberg und Marlies Kretschmer mit Kennerblick die Preise bestimmten. Der Ton war locker. „Eine Küchenreibe und eine Geflügelschere – zwei Euro? Na, bist du zufrieden“, wurde der Kunde gefragt und sein Lächeln gab die Antwort. „Fünf Bücher? Du hast dir ja viel vorgenommen“, wurde ein anderer angesprochen. „Brauche ich auch, denn ich fliege nächste Woche nach Griechenland“, erklärte er. Vom Pfarrgarten an die Sandstrände der Ägäis, wer hätte das gedacht.

Auch am Nachmittag herrschte noch ordentlich Betrieb am alten Pfarrhaus. Da stand nämlich Ralf Frankenberg als Auktionator auf der Ladefläche eines Lastwagens und brachte ausgewählten Trödel unter die Leute. Wie schon im vergangenen Jahr waren Persönlichkeiten um Spenden angeschrieben worden. Von Bundespräsident Joachim Gauck war ein Buch über die Geschichte von Schloss Bellevue gekommen, von Bischof Franz-Josef Bode eine afrikanische Krippe. Hagens ehemaliger Pastor Linkemeyer hatte einen Kunstdruck von Marc Chagall gestiftet und Jürgen Grossmann, Eigentümer der Georgsmarienhütte, ein Eishockeytrikot des EHC Arosa mit seinem Namensaufdruck.

Der Erlös aus der Veranstaltung soll in diesem Jahr zur Hälfte den beiden Jugendpflegern für ihre Arbeit sowie Maria Kasselmann für ein Schulprojekt in Indien zufließen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN