Seit einem Jahrhundert im Einsatz DRK Hagen feiert Jubiläum und demonstriert Rettung

Von Werner Barthel

Bei der Rettungsübung am Tag der Offenen Tür beim 100. Geburtstag der Hagener DRK-Ortsgruppe demonstrierten Rettungssanitäter Maßnahmen, die bei der Erstversorgung eines Unfallopfers eingeleitet werden müssen. Foto: Werner BarthelBei der Rettungsübung am Tag der Offenen Tür beim 100. Geburtstag der Hagener DRK-Ortsgruppe demonstrierten Rettungssanitäter Maßnahmen, die bei der Erstversorgung eines Unfallopfers eingeleitet werden müssen. Foto: Werner Barthel

Hagen. Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feierte die DRK-Ortsgruppe Hagen am Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen auf dem Gelände der Grundschule. Im Mittelpunkt standen am Sonntag der Fuhrpark, über den Hagen und benachbarte Ortsgruppen verfügen und Rettungsübungen. Auf die Kleinen warteten Hüpfburg, Schminktisch und Spielzeug.

Eine ganze Flotte von Fahrzeugen, die bei Unfällen und Katastrophen eingesetzt werden können, hatte der Hagener Ortsverband auf dem Schulhof zusammengezogen. Anziehungspunkt war vor allem das Einsatzleitfahrzeug. „Hier laufen alle Fäden bei einem Einsatz zusammen“, klärten Mathias Rolf, Bereitschaftsleiter und Jörg Haunhorst, 2. Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe Hagen, auf. „Es ist mit einem vier- bis sechsköpfigen Führungstrupp besetzt und koordiniert alle erforderlichen Maßnahmen bei einem Unfall oder bei einem Katastropheneinsatz.“ Mit großem Interesse und vielen Fragen ließen sich die Besucher über Aufgaben und technische Einrichtung des „Fükoms“, der „Führungskomponente“, informieren.

Über Funk oder Telefon werden Spezialkräfte oder Helfer von dieser mobilen „Einsatzzentrale“ an die Orte delegiert, wo ihre Fähigkeiten gerade gefragt sind. Desktop-PCs, Notebooks oder Faxgerät können je nach Bedarf zusätzlich eingesetzt werden. „Mit diesem Fahrzeug waren wir zum Beispiel im Frühjahr bei der Hochwasserkatastrophe in Stenda l vor Ort“, erläuterte Jörg Haunhorst, „einen anderen Einsatz haben wir in Sentrup absolviert, wo bei einer Großveranstaltung rund zwanzig Verletzte versorgt werden mussten.“ Bei beiden Gelegenheiten tat auch der Verpflegungs- und Betreuungslaster gute Dienste. Hagen, Wellendorf und Holzhausen können über einen eigenen verfügen. Er besitzt neben einer Feldküche zwei beheizbare Zelte, in denen Unfallopfer untergebracht werden, bis Rettungssanitäter die Versorgung übernehmen.

Dreimal hatten Besucher am Nachmittag Gelegenheit, den Verlauf einer Rettungsübung zu verfolgen. Ortsgruppenmitglied Michael Peters kommentierte über Lautsprecher jeden Schritt dieser Übung. „Ein Passant wurde Zeuge, wie eine junge Frau von einem PKW angefahren wurde“, so der DRK-Sprecher, „er stellt zunächst fest, ob Unfallopfer oder Fahrer seine Hilfe benötigen. Dann informiert er über Notruf den Rettungswagen.“ Ganz wichtig dabei: Die Rettungsleitstelle braucht Informationen über Ort des Unfalls, Schwere der Verletzungen – soweit ein Laie dazu etwas sagen kann. Dann leitet die Leitstelle alle nötigen Schritte ein. Rettungssanitäter demonstrierten anschließend sämtliche Maßnahmen von Bergung des Unfallopfers, Erstversorgung bis zur Unterbringung im Rettungswagen . „Alles zusammen hat siebzehn Minuten gedauert“, stellte der Kommentator anschließend fest, „eine gute Zeit, wenn man Benachrichtigung, Anfahrt und Versorgung berücksichtigt.“