In den Verein quasi eingeheiratet Martin Dierker leitet den MGV Sudenfeld

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Im Sängerheim des MGV Sudenfeld verbringt Martin Dierker einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit. Foto: Horst TroizaIm Sängerheim des MGV Sudenfeld verbringt Martin Dierker einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit. Foto: Horst Troiza

Hagen. „Anfangs war es nicht unbedingt der Gesang, es war die Gemeinschaft“, sagt Martin Dierker über seinen Beitritt zum MGV Sudenfeld vor 27 Jahren. Ein Jahr darauf übernahm er Posten im Vorstand, heute ist er der Vorsitzende. Immer ehrenamtlich.

Sein Weg in den Gesangverein war programmiert. „Wer eine Frau aus Sudenfeld heiratet, muss beitreten“, kommt es ihm, halb im Scherz, über die Lippen. In diesem Fall war es Elisabeth Kleine Wördemann, eine junge Frau aus alteingesessener Familie im südlichen Ortsteil der Gemeinde Hagen. In den 1980er-Jahren lebten dort etwas mehr als 350 Einwohner, 35 männliche davon zählte der MGV.

Als der Verein 1985 sein 60-jähriges Bestehen feierte, tat er das auf dem Hof der Kleine Wördemanns, und Schwiegersohn Martin Dierker beteiligte sich an den Arbeiten, die solch ein Fest nun einmal mit sich bringt. Die Gemeinschaft, die die Sänger unter sich pflegten, gefiel ihm, zwei Jahre später wurde er selbst Mitglied.

Im Jahr darauf übernahm er Vorstandsarbeit im Festausschuss, war auch ansonsten immer zur Stelle, wenn Vereinsarbeit außerhalb des Singens gefragt war. Die älteren Mitglieder, so sagt er, seien doch froh, wenn sie einen Teil der Arbeit an jüngere abgeben könnten. Seit 2010 ist er nun Vorsitzender.

Auch wenn der Verein wenig mehr als 30 Sänger zählt, gibt es viel zu tun. Von den wöchentlichen Proben abgesehen, sind Konzertauftritte vorzubereiten, der Kontakt mit dem Kreis- und dem Landeschorverband zu halten, kleine Feste und Fahrten zu organisieren. „Ganz besonders wichtig ist die Werbung für den MGV, um vielleicht neue Mitglieder zu werben“, nennt der 56-Jährige ein weiteres Tätigkeitsfeld. Denn wie den meisten Gesangvereinen fehlt es auch bei den Sudenfeldern an nachwachsenden Stimmen.

Dierker macht seine Aufgabe Spaß, sonst würde er es nicht tun. „Der Dank, wenn Dinge geklappt haben, die man angefangen hat, das ist schön“, erklärt er. Bei einer großen Gruppe von Männern gilt es aber auch zu vermitteln: „Da muss man schon Taktgefühl besitzen.“

Die Familie steht hinter ihm, auch die geregelten Arbeitszeiten als Teamleiter bei VW in Osnabrück geben dem gelernten Energieanlagenelektroniker die Möglichkeit, das Amt im Verein auszufüllen. Solange es geht, will er weitermachen, „denn es warten ja immer neue Herausforderungen“.


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