Borgward, Bentley und Ben Hur 170 Teilnehmer bei Ausfahrt der Hagener Oldtimerfreunde

Von Danica Pieper

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Hagen. Wenn die Motoren heulen und der Geruch von Benzin über den Gibbenhoff weht, dann ist es wieder Zeit für das jährliche Treffen der Hagener Oldtimerfreunde. Zum zehnten Mal hatten die Liebhaber historischer Fahrzeuge eine Ausfahrt organisiert, die die gut 170 Teilnehmer ins Zentrum der Kirschgemeinde führte. Dort warteten bereits Hunderte Schaulustige darauf, mit den Fahrern zu fachsimpeln.

Ob Kleinwagen oder Straßenkreuzer, Bus oder Laster – beim Hagener Oldtimertreffen kamen Freunde alter Autos voll auf ihre Kosten. Insgesamt 85 Fahrzeuge nahmen an der Ausfahrt der Hagener Oldtimerfreunde teil, bevor die gut 170 Fahrer und Beifahrer ihre Schmuckstücke auf dem Gibbenhoff präsentierten. „Das ist sehr gut“, freute sich Hartmut Rottmann, zweiter Vorsitzender der Oldtimerfreunde, über die große Resonanz. Zum zehnten Mal hatte der Club eine Ausfahrt organisiert, die die Teilnehmer von Hagen über Bad Iburg, Borgloh und Bissendorf nach Bad Essen führte, bevor sie nach einer Mittagspause wieder zurück in die Kirschgemeinde fuhren.

Um Punkt 14 Uhr erreichte der erste Wagen den Gibbenhoff, wo Kirschkönigin Claudia Bittner den Fahrern einen Apfel und eine Schale Kirschen als Willkommensgeschenk überreichte. Nur die wenigsten Fahrer seien auch Mitglieder bei den Oldtimerfreunden, wie Rottmann erklärte. Tatsächlich waren einige Teilnehmer sogar aus Minden oder Cloppenburg angereist, um an der Ausfahrt teilzunehmen. Erhard Kutschmann kam mit einem Fiat Topolino aus dem Jahr 1947 nach Hagen. In seinem Wohnort Everswinkel ist der Autofreund vor allem unter dem Namen „Ben Hur“ bekannt – „wegen meiner sechs Pferde“. Die Oldtimer pflegt er in seiner eigenen Werkstatt, darunter auch einen Topolino aus dem Jahr 1937, der bereits mehrfach zum schönsten Auto Nordrhein-Westfalens gewählt worden sei.

Bentley S1

Ebenfalls mit dabei war auch Heico Kratel, der einen Bentley S1, Baujahr 1956, fährt. „Das ist schon ein außergewöhnliches Auto“, erklärte der GMHütter. „Kein Einzelstück, aber auch nicht alltäglich.“ Thomas Lachmann und Sohn Leon (11) nahmen mit einem Mercedes Benz LK311 aus dem Jahr 1957 teil. Lachmann fährt den Kipper seit sechs Jahren; seine Familie habe so ein Modell jedoch schon in den Fünfzigerjahren besessen. Die Reparatur alter Lastfahrzeuge ist ein Hobby von Vater und Sohn: „Wir retten Autos vor dem Verfall“, so Lachmann. Mit der diesjährigen Ausfahrt waren die beiden Hagener sehr zufrieden: „Das war eine sehr schöne Strecke, die haben sie gut ausgesucht.“


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