Drei Chöre, ein Hörgenuss Pop-Konzert in Hagens Alter Kirche

Drei Chöre aus der Region präsentierten ein starkes gemeinsames Popkonzert in der Alten Kirche in Hagen. Foto: Hermann PentermannDrei Chöre aus der Region präsentierten ein starkes gemeinsames Popkonzert in der Alten Kirche in Hagen. Foto: Hermann Pentermann

Hagen. Leicht und entspannt wie der erste Frühlingstag kam am Sonntag das Chorkonzert in der Alten Kirche daher: Die Pop-Chöre des Gymnasiums Oesede und der Uni Osnabrück sowie der Chor „In(m)takt“ aus Ibbenbüren begeisterten ihr Publikum mit zeitgenössischen Hits aus den Charts und Klassikern.

Das herrliche Wetter schien alle Beteiligten in besondere Stimmung versetzt zu haben. Die rund 100 Sänger präsentierten sich entspannt und locker und machten aus dem Chorkonzert ein mehr als angenehmes Erlebnis für die etwa 300 Zuschauer. Dazu beigetragen hatte die leichte Kost des Programms, das aus zeitgenössischen Pop-Songs und einigen Klassikern bestand, die das Publikum mit Genuss aufnahm.

Nina-Maria Witte vom Gymnasium Oesede und Aaron Bredemeier, der den Uni-Chor leitete, hatten leichtes Spiel mit ihren Sängern. Stimmlich souverän und diszipliniert bewegten sich die Angehörigen der drei Gesangsensembles durch das Programm. Den Beginn machte „In(m)takt“, das sich vor einigen Jahren in Ibbenbüren formiert hat. Unter der Leitung Wittes legte das Dutzend Sänger mit hohem künstlerischem Anspruch los. Sie hatten die Wise Guys und Söhne Mannheims in ihrem Programm, bewegten sich stilsicher auf dem Parkett des Samba und boten eine überaus interessante Interpretation des Blues-Klassikers „Autumn Leaves“.

Zum letzten Song erhielten sie bereits Unterstützung der 45 jungen Sänger des Gymnasialchores, der dann gleich „Kiss me when I´m gone“ in einer eigenen Version übernahm. Im Verlauf des Auftritts offenbarte der Chor ein enormes Potenzial. Beyoncés „Halo“ und Macklemores „Can´t hold us“ gerieten in ihrer überaus beeindruckenden Form und Präsentation zu Höhepunkten des Auftritts. Stimmen und Performance verwandelten den Kirchenraum in eine moderne Konzerthalle, die Begeisterung der Sänger sprang auf die Zuhörer über, von denen sich einige im Rhythmus wiegten.

Auch dieser Chor leitete mit dem roten Faden „Kiss me when I´m gone“ zum nachfolgenden über. Bredemeier Musikstudenten nahm die Vorlage auf, stimmten später Swedish House Mafias Hit „Don´t you worry“ an und gaben dem Publikum eine kostenlose Unterweisung in der Kunst des Pop-Arrangements unter Einsatz von Harmonielehre und Akkorden. Klasse bewies auch die Interpretation von „Männer“ und später der Griff in die Schlagerkiste der 50er Jahre, aus der der Chor „Zwei kleine Italiener“ zog.

Coldplay im Finale

Zum Finale stimmten alle drei Chöre Coldplays „Viva la vida“ und zwei weitere Titel an und es war sicher niemand im Publikum, der zu diesem Zeitpunkt einem entgangenen Sonnenbad auf der Terrasse nachgetrauert hätte.


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