Was Papst Franziskus will Kaplan Krause in Hagen: Predigten klarer formulieren

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Ralf Krause, Kaplan in Hagen. Foto Horst TroizaRalf Krause, Kaplan in Hagen. Foto Horst Troiza

Hagen.Papst Franziskus hat in seinem apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ einen Aufbruch in der katholischen Kirche ausgelöst. Auf Einladung der Kolpingsfamilie St. Martinus referierte Kaplan Ralf Krause über den Inhalt und die Auswirkungen der Schrift. Eine Forderung sei, die Liturgie mit Leben zu füllen und klare Worte zu finden.

Der Beginn des Vortrags im Annastift begann mit einer Enthüllung. „Jawohl, ich bin noch immer Benedikt-Fan“, outete sich der Kaplan. Dessen Rücktritt ist für ihn Ausdruck der Last des Amtes gewesen, er habe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die Kraft für diese große Aufgabe gehabt.

Der Name Benedikt fiel im Vortrag ein weiteres Mal. Während seiner Amtszeit hat er, so der Kaplan, von der „Verweltlichung der Kirche“ gesprochen, worauf gerade aus den Reihen der Deutschen Bischofskonferenz Kritik zu hören gewesen war. „Als sein Nachfolger Franziskus später dann den Begriff von der Kirche der Armen geformt hat, waren jene voll Bewunderung, sagten, er setze Zeichen“.

Franziskus´ Schrift ist in fünf Kapitel unterteilt, in denen er Klerikern und Laien Denkanstöße für die Reform der Kirche und der weiteren Verkündigung des Evangeliums gibt. Eine immense Aufgabe, führte der Kaplan vor den 40 Zuhörern aus, „da doch eine ganze Weltkirche auf einen solchen Weg mitgenommen werden muss“. Dazu erklärte er, die katholischen Christen seien in ihrer Gesamtheit nicht einheitlich, da nicht unerhebliche Unterschiede zwischen den Kirchen in Indien, Afrika und Europa existierten, die es zuerst zu überwinden gelte.

Die öffentliche Meinung habe sich nach Erscheinen des päpstlichen Schreibens auf den Punkt der sogenannten Kapitalismuskritik fokussiert. Laut Krause zählt es für den Papst zu den Aufgaben der Kirche, „den Schwachen einen Platz im Volk Gottes zuzuweisen“. Zentraler Punkt der Schrift seien aber die Gedanken zur Verkündigung. Der Pontifex frage, ob der Ritus ohne Leben sei. Die Forderung laute, in der Liturgie die Predigten klarer zu formulieren, theologische Exkurse zugunsten einer klaren Ansprache zurücktreten zu lassen. Zur Verdeutlichen zog der Kaplan ein Wort Luthers heran. „Mach ´s Maul auf, mach ´s laut auf, hör´ bald auf“.


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