Ein kompaktes Vergnügen Hausmusiknachmittag der Jugendmusikschule Hagen

Ein Konzert für Cello brachte Greta Tellkamp beim Hausmusiknachmittag der Musikschule Hagen zu Gehör. Foto: Egmont SeilerEin Konzert für Cello brachte Greta Tellkamp beim Hausmusiknachmittag der Musikschule Hagen zu Gehör. Foto: Egmont Seiler

Hagen. Ein fester Bestandteil des Hagener Musikherbstes ist der Hausmusiknachmittag der Jugendmusikschule. In diesem Jahr zeigten rund 30 Schüler, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben. In der Alten Kirche präsentierten die Jungmusiker ein abwechslungsreiches Programm zwischen Klassik und Moderne.

Das diesjährige Herbstkonzert bewege sich in einem „überschaubaren Rahmen“, erklärte Jugendmusikschulleiter Jörg Zumstrull den etwa 80 Zuschauern in der Alten Kirche. Überschaubarer als geplant, denn aus Krankheitsgründen musste der Auftritt des Folkloreensembles „Saytenspygel“ ausfallen. Den Anfang machte daher Lena Prause, die mit der Klavierballade „November“ von Wolfgang Fuchs auf die Jahreszeit einstimmte.

Während im letzten Jahr hauptsächlich Klavierschüler vertreten waren, lag der Schwerpunkt diesmal auf den Sängern und Streichern. Die Gesangsklasse von Christoph Stallkamp hatte gleich fünf Stücke vorbereitet, bei denen die Schülerinnen durchweg mit ihrer klaren Stimme überzeugten. Während Ricarda Krabbemeyer und Hannah Altevogt mit Caro Emeralds „A Night Like This“ lateinamerikanisches Flair versprühten, präsentierten Joline Brandt und Amelie Pohlmann eine zärtliche Version von Stings „Fields of Gold“, für die sie von Leonie Middelberg an der Geige und Meike Waltermann an der Gitarre begleitet wurden. Bei „Holy is the lamb“ von Tore W. Aas verzauberten die sechs Sängerinnen der Klasse gemeinsam das Publikum mit ihrem himmlischen Harmoniegesang.

Einen krassen Kontrast dazu bildeten die von Dissonanzen geprägten „Tres Danzas Argentinas“. Bei dem Klavierstück von Alberto Ginastera zog Johannes Bensmann alle Register: Während er den sanften „Danza de la moza donosa“ mit viel Gefühl interpretierte, legte er beim „Danza del gaucho matrero“ ein atemberaubendes Tempo vor. Für diese erstklassige Leistung belohnte ihn das Publikum mit stürmischem Applaus.

Fulminanter Abschluss war der Auftritt des Streichorchesters, das sowohl mit Konzerten von Bach und Vivaldi als auch mit modernen Stücken wie „Souvenir“ von Victor Poltoratzky und einem Potpourri aus „Fluch der Karibik“ überzeugen konnte.

„Da haben wir einige wundervolle Stücke gehört“, befand Zumstrull im Anschluss. Angesichts der guten Leistung aller Beteiligten ist es jedoch schade, dass gerade einmal fünf Prozent der gesamten Schülerschaft vertreten waren und die Zuschauer sich bereits nach einer guten Stunde wieder auf den Heimweg machen konnten.


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