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Malteser aus der Diözese Osnabrück feiern 20 Jahre Litauenhilfe Am Tisch des Großmeisters

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Diözesanleiter Norbert Wemhoff überreicht Großmeister Frá Mathew Festing eine historische Malta-Karte zum Dank für den Besuch der Osnabrücker Partnerprojekte. Foto: MalteserDiözesanleiter Norbert Wemhoff überreicht Großmeister Frá Mathew Festing eine historische Malta-Karte zum Dank für den Besuch der Osnabrücker Partnerprojekte. Foto: Malteser

Kaišiadorys/Hagen/ Georgsmarienhütte. Eine Malteser-Delegation aus der Diözese Osnabrück kehrte beeindruckt von ihrer achttägigen Reise zum 20-jährigen Bestehen der Litauenhilfe aus der Partnerdiözese Kaišiadorys zurück.

Diözesanleiter Norbert Wemhoff, Diözesangeschäftsführer Ludwig Unnerstall, Litauenbeauftragter Werner Bensmann und Auslandsreferent Ulrich Brakweh nahmen nicht nur am Festakt mit 300 litauischen Maltesern und 80 Gästen aus ganz Deutschland teil. Für die bedarfsgerechte Akquise weiterer Geld- und Sachspenden in Deutschland verschafften sie sich auch Einblicke in die vielfältigen Dienste der fünf Partnergliederungen, darunter Kleiderkammern, Armenspeisungen, Behinderten-, Senioren- und Pflegeprojekte.

Gründungsväter der Litauenhilfe ab 1991 waren Josef Bredol (Malteser Georgsmarienhütte), Werner Bensmann und Ludwig Unnerstall (beide Hagen). Sie wurden vom Ordensbotschafter für Litauen und Vorstand des deutschen Malteser-Hilfsdienstes, Douglas Graf von Saurma-Jeltsch, mit einer für dieses Jubiläum aufgelegten Verdienstmedaille des Souveränen Malteser-Ritterordens ausgezeichnet. „Dies ist eine Anerkennung für die bis heute anhaltenden Hilfsgütertransporte, den Aufbau örtlicher Malteserstrukturen und ihren Beitrag zur europäischen Völkerverständigung“, betonte Graf Saurma.

Höhepunkt der Reise war jedoch der Besuch des Malteser-Großmeisters Frá Mathew Festing, des höchsten Repräsentanten des in fast 100 Ländern ansässigen Malteserordens. „Viele Kollegen waren neidisch, dass er gerade unser Hilfsprojekt in Kaišiadorys besucht hat“, berichtet Bensmann stolz. „Durch unser Haus der sozialen Dienste und die vorbildliche Einbindung unserer Dienste in das soziale Netzwerk der Kommunen und Kirchengemeinden haben wir dort aber auch Gutes zu bieten.“ Als eine Belohnung empfanden die Osnabrücker dann auch die Einladung zum anschließenden Dinner am Tisch des Großmeisters, und sie waren erstaunt über die Lockerheit und Bodenständigkeit ihres Chefs aus der Ordenszentrale in Rom.

Für 2012 ist ein diözesaner Jugendaustausch geplant, der in diesem Jahr schon auf Ortsebene begann. Zurzeit sind die Malteser aus Osnabrück, Georgsmarienhütte, Hagen, Nordhorn, Leer, Aurich und Twistringen in der Litauenhilfe aktiv. Das Engagement der Twistringer Malteser führte sogar zu einer Städtepartnerschaft mit der Bischofsstadt Kaišiadorys.


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