zuletzt aktualisiert vor

Martin Frauenheim und Bernhard Bußmann waren 30 Jahre im Rat, Jürgen Leonhard 25 Jahre Drei politische Hagener Schwergewichte verabschieden sich

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Eine goldene Uhr mit Gemeindewappen erhielten die „Gemeinderatspensionäre“ (von links) Jürgen Leonhard, Martin Frauenheim und Bernhard Bußmann zum Abschied als Dank für ihre langjährige Ratstätigkeit von Bürgermeister Dieter Eickholt. Foto: Thorsten WöhrmannEine goldene Uhr mit Gemeindewappen erhielten die „Gemeinderatspensionäre“ (von links) Jürgen Leonhard, Martin Frauenheim und Bernhard Bußmann zum Abschied als Dank für ihre langjährige Ratstätigkeit von Bürgermeister Dieter Eickholt. Foto: Thorsten Wöhrmann

Hagen. Die drei CDU-Politiker haben viele Gemeinsamkeiten: Sie kommen alle aus Ingenieurberufen, haben sich während ihrer Ratstätigkeit unter anderem als Bürgermeister oder stellvertretender Bürgermeister um die Kirschgemeinde verdient gemacht und beherzigten am Ende das Motto „Aufhören, wenn es am schönsten ist“.

Bei der Kommunalwahl im September traten sowohl Martin Frauenheim als auch Bernhard Bußmann und Jürgen Leonhard auf eigenen Wunsch („Irgendwann muss Schluss sein, und der Zeitpunkt war jetzt da“) nicht mehr an, sodass sie mit einem Lächeln auf den Lippen auf ihre Politikjahre zurückblicken können.

Der Senior des Trios ist mit 73 Jahren Bernhard Bußmann, der von 1999 bis 2006 CDU-Fraktionsvorsitzender war und sich noch genau daran erinnern kann, wie er in die Politik gekommen ist: „Ich bin mit 43 angefangen, als Haus und Hof bestellt waren. Damals bin ich von Hubert Große-Kracht angesprochen worden. Von vier Sitzungen im Quartal hat er damals gesprochen und gemeinst, das sei problemlos zu machen. Daraus geworden sind dann auch schon mal vier Termine in der Woche – alles neben der Arbeitstätigkeit beim Stahlwerk.“ Er ist jetzt sogar stolzer Besitzer von drei goldenen Uhren – für 50 Jahre bei der Georgsmarienhütte GmbH, 50 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall sowie jetzt 30 Jahre im Rat.

Martin Frauenheim, der Anfang der 80er in den Rat gewählt wurde, ab 1986 zunächst stellvertretender Bürgermeister war und von März 1994 bis April 2000 dann ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde und seither den Ratsvorsitz innehat, war zehn Jahre zunächst im Pfarrgemeinderat tätig, bevor er 1981 erstmals für den Rat kandidierte. Sofort mit großem Erfolg – bei damals noch zwei Wahlbereichen in der Kirschgemeinde und nur einer Stimme des Wählers. Der 64-Jährige, der bei Klöckner gelernt und bei Hippe in Hagen gearbeitet hat, ist immer einer der Jüngsten im Amt gewesen, und so auch heute der „Benjamin“ in der Runde, wenn sich aus guter Tradition die ehemaligen Bürgermeister der Region treffen. Seine positive Erfahrung: „Man wächst mit den Aufgaben. Ich hatte früher zum Beispiel nie geglaubt, eine Ratssitzung leiten zu können.“ Der Punkt, der ihn in all den Jahren heftig gestört hat: die Übertragung der Ratssitzungen live im Internet. Frauenheim: „Eine sicherlich gut gemeinte Idee. Aber eine Ratssitzung darf nicht zur Show werden.“

Wolfgang Leonhard, der sein Berufsleben Karmann verbracht hat, ist mehr als 17 Jahre Erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde. Der 67-Jährige, dem vor allem das Thema Ortskerngestaltung am Herzen liegt, freut sich, dass bei der CDU der Generationswechsel „so prima“ geklappt hat und er künftig mehr Zeit für seine Hobbys Reisen und Chorgesang hat.

Alle drei sind sich auch im Fazit ihrer politischen Tätigkeit einig: „Es war am Ende alles in allem eine schöne Zeit.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN