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Wo Camper auch den Winterverbringen Der Teutoburger-Wald-See in Hagen entstand durch die Aufstauung des Hönebachs

Von Anne Reinert

Dr Erhalt der Natur des Teutoburger Waldes (hier der Teutoburger-Wald-See in Hagen) liegt der Initiative Pro Teuto am Herzen. Foto: Gert WestdörpDr Erhalt der Natur des Teutoburger Waldes (hier der Teutoburger-Wald-See in Hagen) liegt der Initiative Pro Teuto am Herzen. Foto: Gert Westdörp

Hagen. Mehr als 1000 Stellplätze gibt es auf dem Campingplatz am Teutoburger Waldsee in Hagen. Der See lockt seit mehr als 40 Jahren Touristen an.

Für die Camper ist dieser Ort ein Urlaubsparadies. Viele kommen Jahr für Jahr an den Teutoburger-Wald-See an der Grenze zu NRW. Manche lassen sich nicht einmal von den kalten Temperaturen abhalten und kommen selbst im Winter auf den Campingplatz nach Hagen, um vielleicht sogar Weihnachten und Silvester in der freien Natur zu feiern.

Mehr als 1000 Stellplätze für Wohnwagen befinden sich auf dem insgesamt zwölf Hektar großen Seegelände mit Wiesen, Wäldern und einem Badestrand im Norden, auf dem Luftbild an der direkt am Wasser gelegenen Sandfläche zu erkennen.

Der einstige Betreiber legte den See 1967 künstlich durch die Aufstauung des Hönebachs an. Was die Camper höchst willkommen hießen, war den Behörden jahrelang ein Dorn im Auge. Die Bezirksregierung Oldenburg bezeichnete den See 1990 als „illegale Talsperre“. Sie verlangte, dass der Hönebach bei starkem Regen durch den See fließen sollte, also genau dann, wenn belastende Stoffe wie Dünger oder Gülle im Wasser sind. Der damalige Betreiber machte es aber genau umgekehrt: Er nutzte den Bach als Frischwasserzufuhr und leitete das Wasser in den See, wenn es sauber war.

Das war aber nicht der einzige Streitpunkt. So mussten die 21 Brücken, die es auf der Fläche des damaligen Sees gab, abgerissen werden. 1996 musste das Wasser im See auf der Grundlage einer 19 Jahre alten Verfügung um 80 Zentimeter gesenkt werden. Die Folge: Im Sommer darauf belasteten Bakterien den See, und es musste ein Badeverbot erlassen werden. Und so verfiel das Gelände Ende der 90er-Jahre. Der Betreiber entdeckte die Mecklenburger Seenplatten als neues Geschäftsfeld.

Der Streit zwischen der Bezirksregierung, die 2005 aufgelöst wurde, und den Betreibern kam aber zum Erliegen. Die Touristen haben sich nicht vertreiben lassen. Sie kommen Jahr für Jahr wieder. Und haben nach den inzwischen mehr als 40 Jahren, die es den See gibt, auch ihre Kinder und Enkel mit ihrer Urlaubsfreude angesteckt.

Dieses Motiv ist in den Osnabrücker Geschäftsstellen der Neuen OZ (Große Straße oder Breiter Gang) erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm kostet 26,50 Euro.