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Der TEN-Geschäftsführer zu den Kürzungen bei Fotovoltaik Eicker: Erneuerbare Energien keine Preistreiber

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Hagen. Helmut Eicker, der 66-jährige Vorstandsvorsitzende der in der Kirschgemeinde ansässigen Teutoburger Energie Netzwerk eG, kennt das Geschäft genau: 1976 hat er die Position übernommen und beim Strompreis einige Entwicklungen mitgemacht. Zum Handeln der Bundesregierung bleibt ihm nur Kopfschütteln: „Der Faden in der Energiewende ist verloren gegangen.“

Nicht anders seien die Kürzungspläne der Koalition bei der Fotovoltaikförderung zu erklären, die einem Generalangriff auf das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) glichen. Eicker: „Es wird stets behauptet, dass die erneuerbaren Energien die Strompreise in Deutschland in die Höhe treiben. Das Gegenteil ist der Fall.“ Der Ausbau habe dazu geführt, dass die Börsenstrompreise heute bis zu 25 Prozent niedriger seien als vor drei bis vier Jahren. Sein Vergleich: Bei Öl, Gas und Kohle habe es dagegen eine Rohstoffpreissteigerung um bis zu 100 Prozent gegeben.

Die Warnungen, bei einem Atomausstieg würden die Lichter ausgehen und die Strompreise explodieren, hätten sich als „reine Lüge“ erwiesen. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen wolle auch weiterhin den schnellen Umbau der Energiesysteme. Das Wirtschaftsministerium setze aber alles daran, insbesondere Solaranlagen zu torpedieren. Das große Sterben in dieser Industrie werde weitergehen. Schlimmer sei der Verlust der weltweiten Marktführerschaft im Bereich der erneuerbaren Technologien. Eicker: „Es zeichnet sich ab, dass der Kahlschlag auch bei Wind und Biomasse droht.“


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