Hilfe wichtiger denn je Hagener schicken Container mit Hilfsgütern ins afrikanische Benin

Von noz.de

Randvoll ist der Container, der von Hagen aus mit Hilfsgütern nach Benin geschickt wurde. Die Aktion fand vor Beginn der aufgrund der Corona-Krise verfügten öffentlichen Einschränkungen statt. Foto: Brigitte BensmannRandvoll ist der Container, der von Hagen aus mit Hilfsgütern nach Benin geschickt wurde. Die Aktion fand vor Beginn der aufgrund der Corona-Krise verfügten öffentlichen Einschränkungen statt. Foto: Brigitte Bensmann

Hagen. Die Hilfe in Afrika ist während der weltweiten Corona-Krise wichtiger denn je. Experten gehen davon aus, dass die Pandemie den Kontinent besonders heftig treffen könnte. Die Unterstützung aus Hagen kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt.

Seit Jahren engagiert sich die katholische Kirchengemeinde St. Martinus für das Projekt "Durch Bildung aus der Armut" von Kaplan Coffi Regis Akakpo. Bevor die öffentlichen Einschränkungen in Kraft getreten sind, haben Gemeindemitglieder einen Transport mit Hilfsgütern auf die weite Reise in das westafrikanische Land Benin geschickt. Empfänger ist dort die Christ-König-Gemeinde in dem Ort Adjahonme.

Foto: Brigitte Bensmann

Der 40-Fuß-Container mit rund 70 Kubikmetern Inhalt ist randvoll gepackt mit mehr als 288 Schulstühlen und 83 Tischen in verschiedenen Größen. Diese waren von der Regenbogenschule in Georgsmarienhütte im Herbst des vorigen Jahres zur Verfügung gestellt worden, berichtet Brigitte Bensmann. Zwischenzeitlich waren die Möbel in einer leerstehenden Wohnung und einem Schuppen in Hagen eingelagert.

Viele Helfer im Einsatz

Das hieß, es wurden viele kräftige Helfer benötigt, die die Möbel mit Transporter und Anhängern zur St.-Martinus-Kirche brachten, wo der Container zum Beladen bereitstand. Glücklicherweise fanden 15 ausrangierte Pflegebetten inklusive Matratzen aus dem Marienhospital Osnabrück den Weg nach Hagen. Beninreisende bestätigten, dass diese Betten dort dringend gebraucht würden. 

Außerdem wurde der Container mit weiteren Spenden wie Nähmaschinen, Kühlschrank, Heimorgel, Muttergottesfigur, Kinderfahrrädern, Schaukelpferden, Puppenwagen sowie weiteren Spielsachen befüllt. Sogar ein großes Spielplatzklettergerüst fand, nachdem ein Holm abgeflext worden war, Platz. "Jede Lücke wurde mit Tüten von Kleiderspenden gefüllt - eine logistische Herausforderung an die Helfer!", so Brigitte Bensmann.

Zeitgleich wurde in Benin auf der Baustelle in Adjahonme auf dem Gelände des Kindergartens und der Schule die erste Betondecke gesetzt und bis 3 Uhr in der Nacht gearbeitet. Mehr Informationen auf der Internetseite der Kirchengemeinde St. Martinus Hagen: www.eins.website/glauben-und-leben/benin-projekt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN