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Hobbykünstler stellen aus Hagen: Galerie soll mehr Leben in die Dorfmitte bringen

<em>Mit ihren Bildern</em> wollen (von links) Monika Leonhard, Viola Scherf und Alois Gausmann einen Beitrag zur Wiederbelebung der Dorfmitte leisten. Foto: Horst TroizaMit ihren Bildern wollen (von links) Monika Leonhard, Viola Scherf und Alois Gausmann einen Beitrag zur Wiederbelebung der Dorfmitte leisten. Foto: Horst Troiza

Hagen. Kunst und Kochen sollen wieder mehr Leben in die alte Dorfmitte bringen. In der Dorfstraße 12 stellen ab sofort drei Künstler aus Hagen repräsentative Arbeiten im und direkt neben dem Kochstudio von Roswitha und Thomas Lorenz aus.

Die Leerstände in Geschäftshäusern im Dorfzentrum sind unübersehbar und deshalb vielen ein Dorn im Auge. In einer konzertierten Aktion haben Hausbesitzer Günter Altevogt, die Gemeindeverwaltung sowie die Betreiber des Kochstudios im Haus Nummer 12 den leeren Schaufenstern den Kampf angesagt, um die Gassen um die Alte Kirche zu beleben.

Die Rechnung der Initiatoren ging zumindest am Sonntag schon einmal auf. Geladene Gäste und Neugierige versammelten sich in den Räumen der ehemaligen Schlecker-Filiale und ließen sich von der melodisch arrangierten Jazz-Musik des Quartetts „Just in Time“ aus Bad Laer unterhalten. Gastgeber Altevogt, der den Ausstellungsraum kostenlos zur Verfügung stellt, freute sich über die Resonanz des Publikums. „Wir möchten doch alle, dass hier wieder mehr Leben ist. Ich persönlich halte den Schritt für vollkommen richtig, die Leute mit Kunst in die Straßen zu locken.“

Davon profitierten auch die heimischen Künstler, stellte er zudem fest. Monika Leonhard, Alois Gausmann und Viola Scherf würden somit leichter einem breiteren Publikum bekannt. Während Letztere ihre Arbeiten bereits seit Eröffnung des Kochstudios im Juli dort zeigt, haben Leonhards und Gausmanns Bilder Platz im Raum nebenan gefunden, der nun als Galerie fungiert.

Die Eheleute Lorenz haben zugesagt, mindest einmal pro Monat an Sonntagen die „Schlüsselgewalt“ wahrzunehmen und die Galerie von 14 bis 18 Uhr zu öffnen. Nach Möglichkeit will dann auch einer der drei Künstler anwesend sein und Erläuterungen geben. Die Ausstellung wird bis Ende des Jahres zu sehen sein. Wie zu erfahren war, stehen bereits weitere Künstler auf einer Warteliste, die bis Ende 2013 reicht. Die kommen allerdings nur zum Zuge, wenn sich kein Mietinteressent findet.

Bürgermeister Peter Gausmann gab bei der Eröffnung unumwunden zu, dies sei „ein schöner Moment“ für ihn. „Auch im Rathaus wird Kunst ausgestellt, aber das hier ist doch eindeutig der bessere Platz.“


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