Ehemalige Kirche voll Hagener Jugendmusikschulkonzert verbindet die Generationen

Von Viktoria Savtchouk Torres

Ihr vielseitiges Repertoire zeigten die Musikschulklassen in der ehemaligen Kirche in Hagen. Foto: Viktoria Savtchouk TorresIhr vielseitiges Repertoire zeigten die Musikschulklassen in der ehemaligen Kirche in Hagen. Foto: Viktoria Savtchouk Torres

Hagen. Sie ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken: die Jugendmusikschule Hagen. Sie gewährt nicht nur musikalische Breitenausbildung, sondern präsentiert diese auch der Allgemeinheit – in einem auf drei Teile und Tage verteilten Weihnachtskonzert.

Das Gitarren-Ensemble ist eine Mischung aller Altersklassen. Schüler ab neun Jahren bis ins Erwachsenenalter interpretierten unter anderem „Remember me“ und „Shake up Christmas“. Familienmitglieder saßen nicht nur in den Zuschauerreihen, sondern auch an den Instrumenten. Mal waren es Geschwister, mal Tante und Nichte oder Mutter und Sohn, die da gemeinsam für Unterhaltung und Zusammenhalt sorgten. Denn auch Erwachsene gehören zu den Schülern. Eine von ihnen, Cornelia Goer, verzauberte den Raum mit ihrem Ave-Maria-Gesang von Caccini, so dass man es am liebsten noch einmal hören wollte.  

Nebeneinander der Generationen

Das jährliche Weihnachtskonzert ist nicht nur ein musikalischer Gemischtwarenladen an internationalen und alterslosen weihnachtlichen Stücken, sondern auch ein Nebeneinander der Generationen in der musikalischen Bildung. Franziska Horney (14) nimmt dort selbst Gitarrenunterricht seit ihrem sechsten Lebensjahr. Seit zwei Jahren erhalten sie und ihre Freundin Emma-Lotta Steinbrügge Gesangsunterricht bei Joline Brand, die nun Elementare Musikpädagogik am IfM studiert und ehemalige Schülerin von Christoph Alexander Stallkamp ist, der die Gesang-Klasse koordinierte.

Seit den Herbstferien übten die musikalischen Hagener für das Weihnachtsprogramm. Kombinationen und Solos von Bläsern, Streichern, Gitarren, Klavier und Gesang brachten für eine Stunde das Sakrale in die Räume der ehemaligen katholischen Kirche zurück.

Vielseitig begabt

Es wird wohl kaum einen Hagener geben, der die 1972 gegründete Musikschule nicht kennt. Das Kollegium aus 30 Lehrern legt immerhin insgesamt 670 Schülern das theoretische und praktische musikalische Wissen nahe. Zu Hause wird dann fleißig weitergeübt. So wie bei den Horneys. „Meine Schwester spielt Klavier, mein Vater Gitarre“, erzählt Gymnasiastin Franziska. Sie selbst spielt hauptsächlich Gitarre und singt. „Aber wenn es sein muss, setze ich mich auch ans Schlagzeug.“


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