Gemeinde-Hymne im Lichtermeer Hagen feiert die fünfte Wiesn

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Hagen. Am Anfang war es ein Experiment, mittlerweile ist die Veranstaltung aus Hagen kaum mehr wegzudenken: Am Wochenende feierten rund 2000 Gäste im Festzelt am Schulzentrum die fünfte Wiesn. Ein Jubiläum mit emotionalem Höhepunkt – und akribischer Vorbereitung.

Als Frank Runde vom Enjoy-Veranstaltungsservice gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr 2009 zum ersten Mal ein Oktoberfest im Tal zwischen Ellenberg und Hüggel auf die Beine stellte, war nun wirklich nicht abzusehen, ob die Hagener ihre Herzen für die bayrische Lebensart öffnen würden. Schließlich legt man hier Wert auf die ganz eigene Kultur. Doch mittlerweile ist das Fest über jeden Zweifel erhaben und etabliert. Dirndl und Lederhosen gehören zur Grundausstattung der Dorfbewohner.

Dabei startete die erste Jubiläums-Wiesn gleich mit einem Fauxpas: Der Fassanstich missglückte. Gut, das sind die Hagener gewohnt. In den vergangenen vier Jahren verlief das Startsignal des hiesigen Oktoberfestes nur 2012 fehlerfrei. Da Bürgermeister Peter Gausmann derzeit die Partnergemeinde im polnischen Barczewo besucht, sprangen seine Stellvertreter Mechthild Lauxtermann und Rainer Plogmann zum „O’zapft is“ ein. Sie scheiterten am Fass. Sei’s drum.

Bänke als Tanzfläche

Die Getränke fanden trotzdem ihren Weg in die Maßkrüge, und schon nach kurzer Zeit dienten die Bänke und Tische im Festzelt mehrheitlich als Tanzfläche. Die passende Musik zum weiß-blauen Partygeschehen lieferte erstmals die bayrische Band „Die Wilderer“. „Wir wollten zum Jubiläum mal eine andere Gruppe auf der Bühne haben“, begründet Organisatorin Anke Runde die Entscheidung gegen die Stimmungsgaranten von „Chari Vari“ aus den vergangenen Jahren. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie deshalb viele entsprechende Feste im größten deutschen Bundesland besucht, um sich die geeigneten Musiker nach Hagen zu holen.

Darüber hinaus lassen sich die Organisatoren bei den Ausflügen nach Süddeutschland auch in Sachen Deko und Accessoires inspirieren. Die Herzanstecker in Lebkuchenoptik, die die Gäste in Hagen schon fast traditionell an der Kleidung tragen, stellt Anke Runde selbst her. „Ich habe so etwas vor Jahren beim Münchner Frühlingsfest gesehen“, erklärte sie die Inspiration. Allein für dieses Wochenende fertigte sie mehr als 300 Stück an. Und auch auf den Oktoberfesten in der Umgebung sind die Lebkuchen-Buttons gefragt. Die Liebe zum Detail ist eines der Markenzeichen des Festes. Keine Ecke von Zelt und Biergarten, wo nicht bayrisch anmutende Elemente vom abgerundeten Konzept der Veranstaltung zeugen. Dazu die besten Bierzelt-Hits von der Live-Band – das Publikum fühlte sich sichtlich wohl.

Heimliche Hymne

Laut und emotional wurden die Wiesn-Besucher eine Stunde vor Mitternacht. Extra für das Jubiläum hatten die „Wilderer“ das Lied „Hagen, meine Liebe“ einstudiert. Die Gäste schwenkten weiße und blaue Leuchtstäbe und sangen gemeinsam die heimliche Hymne der Gemeinde – ein ebenso geplanter wie gelungener Höhepunkt des Festes, das sich schließlich bis in den frühen Sonntagmorgen hinzog.

Jetzt dreht sich schon wieder alles um die nächste Hagener Wiesn. Wer auch 2014 dabei sein will, kann sich ab Montag, 9. September, unter unter www.enjoy-veranstaltungsservice.de/wiesn auf die Bestellliste für die sechste Auflage im nächsten September setzen lassen.


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