Für Natur und Landschaftsbild Heimatverein Hagen pflanzte 29. Streuobstwiese an

Bestens gelaunt griffen die Aktiven des Heimatvereins Hagen zum Arbeitsgerät, um weitere zehn Obstbäume zu pflanzen. Foto: Petra RopersBestens gelaunt griffen die Aktiven des Heimatvereins Hagen zum Arbeitsgerät, um weitere zehn Obstbäume zu pflanzen. Foto: Petra Ropers

Hagen. Für den Schutz der Natur und den Erhalt der alten Kulturlandschaft trotzten sie dem anfänglichen Nieselregen: Zehn Aktive des Heimatvereins Hagen griffen am Samstag zum Spaten. Auf einer Rinderweide an der Straße Im Grund pflanzten sie zehn Obstbäume.

Im kommenden Jahr begeht der Heimatverein Hagen ein ganz besonderes Jubiläum: Im November 2020 findet die 30. Mal Pflanzaktion des Vereins statt. Auf insgesamt 300 neu gepflanzte Obstbäume summiert sich dann sein Engagement. Die 29. Streuobstwiese entstand am Rande einer Rinderweide. Helmut Dierkes stellte das Gelände auf eine Anfrage des Heimatvereins hin gerne zur Verfügung: „Schöne blühende Obstbäume im Frühjahr sind doch etwas Herrliches“, findet er.

Und sie waren in Hagen über Jahrhunderte hinweg fester Bestandteil des Ortsbildes. Obstbäume gehörten zu jedem Hof und Kotten dazu – wahrscheinlich auch zu jener Hofstelle, die nun zum Schauplatz der Anpflanzung wurde. „Wir befinden uns hier auf einer sehr alten Bauernstelle“, erklärte Rainer Rottmann, der sich über Jahrzehnte intensiv mit der Hagener Geschichte befasste. Im Hagener Pfarrarchiv fand er eine Urkunde über einen Rechtsstreit der Kirche und des Kirchspiels Hagen mit dem Drosten zu Iburg. Laut dem Dokument aus dem Jahr 1603 wurde der damalige Kotten im Jahre 1500 errichtet.

Dank des Heimatvereins wachsen nun zehn Kirsch-, Apfel- und Pflaumenbäume an der historischen Stätte. Fachkundig gestützt und vor Verbiss geschützt, sollen die Bäume in wenigen Jahren die ersten Früchte tragen. Was nicht geerntet wird, darf und soll zu Boden fallen. Denn Vögel, Igel und auch die Rehe aus dem angrenzenden Wald wissen vor allem im Winter das zusätzliche Nahrungsangebot zu schätzen, während die Bäume zur Blütezeit den Bienen, Wildbienen und anderen Insekten helfen.

Seit 1991 widmet sich der Heimatverein der Wiederherstellung der alten Streuobstwiesen. „Das ist gut für die Umwelt und gut für das Landschaftsbild“, betont der Vorsitzende Antonius Thorwesten. Und die vielen Wanderer, die das Angebot gepflegter Wanderwege in und um Hagen nutzen, freuen sich über den Anblick blühender Bäume und reifender Früchte. Der Dank des Vorsitzenden galt zur Aktion all jenen, die im Laufe der Jahre ihre Flächen für die Aktion zur Verfügung stellten. Die Aktiven hatten sich unterdessen das reichhaltige Frühstück nach der morgendlichen Arbeit redlich verdient.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN