Ökumene leben 40 Jahre ökumenische Frauengemeinschaft Hagen

Ökumenische Gemeinschaft: Christa Mikkin (links) und Dorothea Maschkötter teilen sich gerne einen Kuchen, am liebsten mit allen Mitgliedern der Frauengemeinschaften zusammen. Foto: Luisa KiskemperÖkumenische Gemeinschaft: Christa Mikkin (links) und Dorothea Maschkötter teilen sich gerne einen Kuchen, am liebsten mit allen Mitgliedern der Frauengemeinschaften zusammen. Foto: Luisa Kiskemper

Hagen . Die Ökumene leben: Seit 40 Jahren treffen sich die Katholische Frauengemeinschaft (Kfd) und die evangelische Frauengemeinschaft regelmäßig in Hagen.

Was hat sich in dieser Zeit verändert? "Anfangs war es sicherlich nicht so einfach", erzählt Dorothea Maschkötter, Gruppenleiterin der Kfd in Hagen. "Obwohl es zwischen uns Frauen immer harmoniert hat, aber die Geistlichen mussten sich erst an den Gedanken gewöhnen, dass wir uns regelmäßig treffen und auch gemeinsam einen Gottesdienst feiern möchten."

Wenn Maschkötter an ihre Kindheit zurückdenkt, in der es noch getrennte Schulklassen und Friedhöfe gab, schüttelt sie verständnislos den Kopf: "Wir sind doch alles Christen, das ist wichtig und richtig." Doch auch damals hätte es schon Freundschaften zwischen evangelischen und katholischen Kindern gegeben. "Wenn ich da an Waltraud Schrade und Agnes Ehrenbrink denke, die zwei sind wie Schwestern aufgewachsen." Schrade sei damals im Zweiten Weltkrieg als Flüchtlingskind mit ihrer Familie nach Hagen gekommen und bei der Familie Ehrenbrink aufgenommen worden.

Doch was bedeutet Ökumene? Ökumene bedeutet die Zusammenarbeit von Christen unterschiedlicher Konfessionen. "Ich glaube, dass bekommen wir bei unseren Treffen ganz gut hin", sagt Maschkötter. Es habe zumindest noch nie Beschwerden gegeben. "Wir halten alle an unserer Gemeinschaft fest", so Maschkötter. "Bis es niemanden mehr von uns gibt", fügt Mikkin, Gruppenleiterin des evangelischen Frauenkreises Hagen hinzu. Die Altersspanne innerhalb der Gruppe liege zwischen 70 und 89 Jahren. 

Die Idee für regelmäßige Treffen innerhalb der Frauengruppen in Hagen entstand vor über 40 Jahren bei einem Volkslauf. "Seitdem treffen wir uns einmal im Jahr und laden uns darüber hinaus gegenseitig zu Veranstaltungen unserer Kirchen ein", sagt Mikkin. "Für unsere Treffen brauchen wir kein Thema, wir haben uns auch so genug zu erzählen." Es seien immer unterhaltsame Treffen, mit leckerem Essen und guten Gesprächen. 

Nach 20 Jahren habe es erst den ersten ökumenischen Gottesdienst gegeben, erzählen die Frauen. "Und jetzt zu unserem 40-jährigen Bestehen möchten wir gerne wieder zusammen feiern."

Der ökumenische Gottesdienst wird am 26. September um 15.30 Uhr im Kirchenzentrum stattfinden und von Pastor Stefan Wagner und Pfarrer Hermann Hülsmann geleitet. Danach wird gemeinsam in der Gaststätte Forellental gegessen. 


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