Friedlich familärer Freizeitspaß Trotz Hitzewelle eine durchschnittliche Bad-Bilanz in Hagen

Sven Bensmann leitet die Hagener Schwimmbäder - und ist froh über das familiäre Flair. Foto: Gerrit TschierswitzSven Bensmann leitet die Hagener Schwimmbäder - und ist froh über das familiäre Flair. Foto: Gerrit Tschierswitz

Hagen. Freibäder waren im Sommer oft in den Medien - häufig aus negativen Gründen. Thomas Bensmann, Badleiter der Hagener Freibades kann sich jedoch nicht beklagen.

Vor allem das Rheinbad in Düsseldorf stand zuletzt häufig im Fokus der Medien. Pöbelnde Besucher und gewaltbereite Jugendliche forderten mehrfach Polizeieinsätze in der Großstadt. Wie ist die Lage in den Freibädern im Osnabrücker Land?

"Wir sind ein kleines familiäres Bad", meint Thomas Bensmann, vom Freibad in Hagen. Seit 2003 leitet er die beiden Bäder der "Kirschgemeinde" und hatte bis jetzt noch nie große Probleme. "Natürlich haben wir auch hier über die Vorkommnisse in den großen Bädern gesprochen und entsprechende Situationen mit den Mitarbeitern durchgespielt." Aber solche Streitigkeiten, wie sie im Fernsehen und in der Zeitung zu sehen waren, zum Beispiel in Düsseldorf, habe es in Hagen nicht gegeben. Weder in diesem Sommer, noch in den vergangenen. (Weiterlesen: Aggressive Badegäste: Wie ist die Situation im Landkreis Osnabrück?)

Das Hagener Freibad hatte in diesem Jahr, an Spitzentagen, Besucherzahlen von etwa 1300-1500 Personen. An besonders heißen Tagen sei es natürlich etwas angespannter als sonst, "aber das ist ja ganz normal", erläutert Bensmann. "Unser Personal kann solche Situationen gut einschätzen und Konflikte werden dann einfach mit einem klärenden Gespräch gelöst. Aber das ist hier wie gesagt eher die Seltenheit." Wenn dann nichts mehr helfe, würde einfach ein kurzweiliges Besuchsverbot erteilt, das bringe die meisten zur Besinnung. Im Grunde kämen die Besucher des Freibades aber, um ihre Freizeit zu genießen, aus diesem Grund gehe es auch immer ruhig zu.

"Letztes Jahr war ´ne Bombe" 

Nach dem Rekordsommer 2018 war es auch in diesem Jahr an einigen Tagen extrem heiß - aber auch nur an einigen Tagen. "Es fehlt die Konstanz", erklärt der Badleiter. "Die Leute brauchen auch meist ein bis zwei Tage um sich aufzuraffen. Und dann brauchen wir, als Freibad, einfach eine längere Zeit hohe Temperaturen, das gab´s in diesem Jahr leider nicht wirklich." Generell läge dieser Sommer im unteren Durchschnitt. Die jetzt kühleren Temperaturen würden auch dafür sorgen, dass das so bleibe, ergänzt Bensmann. (Weiterlesen: "Pack die Badehose ein": Eine Kulturgeschichte des Freibads)


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