Kinderfest im Wiesental Glückliche Gesichter auch im Regen

Während die einen darauf warten, an die Reihe zu kommen, freuen sich die anderen über die Fahrt im Klassiker Kettenkarussell. Foto: Andreas Wenk
Foto: Andreas WenkWährend die einen darauf warten, an die Reihe zu kommen, freuen sich die anderen über die Fahrt im Klassiker Kettenkarussell. Foto: Andreas Wenk Foto: Andreas Wenk

Hagen. Traditionell am letzten Freitag vor dem Schulbeginn hat die Kolpingfamilie ihr Kinderfest im Wiesental veranstaltet.

Das wechselhafte Wetter konnte der guten Stimmung kaum etwas anhaben. Nachdem es sich aufgeklart hatte, stieg die Zahl der Kinder auf 118. Um kurz nach 16 Uhr waren es bei wolkenverhangenem Himmel und Regen gerade einmal 70 Kinder. Um den Besuchern einzuheizen, spielte zu dieser Zeit der Musikzug Wiesental. Während die Bläser zunächst von der überdachten Empore im Regen „Walking on sunshine“ zum Besten gaben, nutzen viele Kinder den Schauer, um Kräfte zu tanken, holten sich Würstchen vom Grill oder kamen mit vollem Mund und einem Stück Kuchen vom Buffet zurück. Das Gedränge an den vier Biertischen unter dem Pavillon sorgte für Gemütlichkeit und lud dazu ein, mit jedermann ins Gespräch zu kommen.

Zu Beginn schüttete es so stark von oben, dass das Gebläse abgeschaltet wurde und die Hüpfburg in sich zusammenfiel.

Auch wenn das Gebläse der Hüpfburg immer mal wieder abgeschaltet wurde und die dann in sich zusammen fiel, die meisten Kinder ließen sich den Spaß nicht nehmen. So herrschte bei Barbara Klumpe und Maike Träger am Glücksrad durchgehend Betrieb. Beide wurden nicht müde, die einzelnen Felder auf dem Drehteller immer und immer wieder mit Luftballons, Plüschfiguren und Süßigkeiten aufzufüllen. Die zweieinhalbjährige Marie hatte es allerdings auf eine Kette abgesehen und schien offensichtlich etwas enttäuscht, als der Metallstreifen in dem Feld mit einer Pokemon-Figur stehen bleibt. Als Klumpe ihr anbietet, den Gewinn mit einem anderen Feld zu tauschen, ist die Welt auch für Marie schnell wieder in Ordnung. Kinderlächeln statt Sonnenschein.

Haben gut Lachen: Barbara Klumpe freut sich, dass Marie mit ihrer Kette glücklich ist.

„Wir sind noch bis sechs Uhr da und ihr könnt gerne noch einmal wiederkommen“, ruft sie den Kindern hinterher, wohl wissend, dass sie schon bald wieder auftauchen werden. Denn die meisten ihrer Kunden lieben es, nach dem Glücksrad-Drehen noch einmal in die Kiste mit Gummibärchen und Kaubonbons greifen zu dürfen.

Sobald der Regen ein wenig nachließ, zog es die Kinder wieder zu den einzelnen Stationen.

Ähnlich geduldig geht es bei Monika Börger zu. Sie hat sich einmal mehr dafür entschieden, die verbeulten Farbtöpfe beim Dosenwerfen unermüdlich immer wieder von Neuem aufzusammeln und zu einer Pyramide zu stapeln, damit die Kinder ihren Spaß haben. Auf die Frage, wie oft die Bandscheibe das schon aushalten musste, lächelt sie und erklärt, „so schlimm ist das heute gar nicht, denn so viele Kinder sind bei dem Wetter bislang ja noch nicht gekommen.“ Mats Dörenkämper geht nach den Ferien in die zweite Klasse. Er freut sich schon auf die Schule. Vor allem Mathe macht ihm Spaß. Er ist auch ein geschickter Werfer. Den Tisch mit den Dosen hat er mit zwei Würfen nahezu leer gefegt. Er ist mit zwei Geschwistern und Mutter Sandra zum Kinderfest gekommen. Nicht zum ersten Mal, wie sie betont. „In den letzten Jahren war das immer ganz schön“, sagt sie zwischen zwei Schauern und sucht später Schutz unter dem Pavillon.

Auch Karl-Heinz Frenk kann der Regen kaum etwas anhaben. Schließlich ist es zwar nass, aber warm, wie er sagt. Geduldig steht er an einem Paket-Rollband in der Auffahrt, das als Sommerrodelbahn dient. Frenk zeigt den Kindern, wie sie sich an den Griffen des surfbrettähnlichen Tabletts festhalten müssen, damit sie sich die Finger nicht einklemmen und am Ende sicher und mit Schwung auf dem Teppichboden zu landen. Einer der Rodler ist Claas Potthoff. Auch er trotzt dem Regen und grinst bei der Abfahrt über das ganze Gesicht.

Zufrieden ist am Ende auch die Kolpingfamilie. Wie Hermann Müller vom Leitungsteam berichtet, war zum Schluss auch das Kuchenbuffet restlos geplündert. 


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