Starker Regen am Donnerstag 300 Hagener Kinder haben ihre Zelte im Emsland aufgeschlagen

Das Jungenzeltlager Sankt Martinus hat seine Zelte in Westerloh aufgeschlagen. Foto: Paul SchmidtDas Jungenzeltlager Sankt Martinus hat seine Zelte in Westerloh aufgeschlagen. Foto: Paul Schmidt

Hagen. Gleich zu Beginn der Sommerferien sind die drei Hagener Kinderzeltlager ins Emsland aufgebrochen. Etwa 300 Kinder und 130 Betreuer verbringen dort den Beginn der Sommerferien. Langanhaltende Regenfälle am Donnerstag machten ihnen nur wenig zu schaffen. Das Jungenzeltlager St. Martinus hat allerdings mit dem Eichenprozessionsspinner zu kämpfen.

Die Zelte des Hagener Jungenzeltlagers stehen seit dem 8. Juli in Westerloh, einem kleinen Ort im Emsland. 130 Jungen im Alter von acht bis 15 Jahren sowie 50 Betreuer sind aktuell dort. "Jeden Tag wecken wir die Kinder um acht Uhr", erklärt Lagerleiter Johann Schmidt. Tagsüber gehen die Betreuer mit den Jungen wandern, spielen Gelände- sowie Waldspiele oder fahren zu Attraktionen in der Nähe. "Das Highlight ist der Besuch im Schloss Dankern", sagt Schmidt. Dort können die Kinder zum Beispiel in einem Hochseilgarten klettern, Wasserski fahren oder Minigolf spielen. Eigentlich stand auch ein Besuch im Meppener Freibad an. Weil das Wetter aber nicht mitspielte, mussten sich die Kinder mit dem Hallenbad zufrieden geben.

Kinder schützen sich gegen den Eichenprozessionsspinner

Die Tage klingen meistens gemütlich am Lagerfeuer aus, können aber auch gruselig zu Ende gehen, wie Schmidt erklärt. "Abends sitzen wir in einer Feuerrunde zusammen", sagt er. "Manchmal unternehmen wir noch eine Gruselwanderung, abundzu legen sich die Kinder aber auch schon früher schlafen." Der Lagerleiter berichtet auch vom Eichenprozessionsspinner, der dem Zeltlager Probleme bereitet. Zwar seien direkt am Lager keine der gefährlichen Raupen zu finden. Doch auf den Wegen zum Dorf gebe es einige Nester. Noch sei aber nichts passiert, versichert Schmidt. "Wir achten darauf, dass sich die Kinder lange Jacken anziehen und Mützen aufsetzen, wenn wir mit ihnen über die betroffenen Wege gehen." 

Expeditionen, Rallyes und Fantasiespiele

Das Jungenzeltlager Gellenbeck gibt in Sachen Eichenprozessionsspinner Entwarnung. "Bislang ist alles gut", sagt Lagerleiter Stephan Plogmann. Zwar stünden am Lager ein paar Eichen. Diese seien allerdings nicht von der Raupe befallen. Die 71 Kinder und 30 Betreuer haben ihr Lager in Sögel aufgebaut. 

Foto: Zeltlager Gellenbeck / Maurice Möller

Neben den klassischen Geländespielen ist ein Highlight des Zeltlagers der Besuch der "Kiwi-Jumphalle" in Salzbergen. Außerdem dürfen sich die Kinder für 24 Stunden auf "Expedition" begeben, wie Stephan Plogmann erklärt. "Die Kinder dürfen sich während dieser Zeit eine eigene Unterkunft außerhalb des Zeltes aufbauen und dort auch übernachten", so der Lagerleiter. Am Dienstag fuhren die Kinder in einer "Fahrradrallye" mit dem Rad um die Wette. Dabei mussten sie zum Beispiel Quiz-Aufgaben lösen oder mit der Wasserpistole vom Rad aus auf leere Wasserflaschen schießen. 

Foto: Zeltlager Gellenbeck / Maurice Möller

Das Mädchenzeltlager St. Martinus ist seit dem 6. Juli in Walchum an der Ems. Gleich am ersten Tag besuchte ein Eiswagen die 103 Mädchen 53 Betreuerinnen im Zeltlager. Nachdem die Zelte aufgebaut waren, konnte sich jede von ihnen mit zwei Kugeln Eis stärken. Der nächste Tag stand unter dem Motto "Harry Potter". Die Betreuerinnen teilten die Mädchen in die vier Häuser Hogwarts (Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin) ein. Sie spielten daraufhin ein Fanatasiespiel, bei dem sie Harry Potter helfen mussten, zum Gleis 9 3/4 zu gelangen. In den darauffolgenden Tagen waren die Mädchen unter anderem als Detektive im Einsatz und versuchten, einen Mord aufzuklären.

Zeltlager hatten mit starkem Regen zu kämpfen

Am Donnerstag zog ein dichtes Regengebiet über das Emsland. Der langanhaltende Regen überschwemmte ein Ferienzeltlager der Kirchengemeinde Groß Hesepe in Dörpen. Die Kinder und Betreuer mussten eine Nacht im nahegelegenen Schützenhaus verbringen. Die Feuerwehr stellte dort 90 Feldbetten auf. Die Hagener Zeltlager überstanden den Regen besser. "Bei uns scheint schon wieder die Sonne", sagte die Lagerleiterin des Mädchenzeltlagers St.Martinus, Jessica Borgmann. Auch Stephan Plogmann, Leiter des Jungenzeltlagers Gellenback klang gelassen. "Wir hatten hier über eine Stunde lang sehr schönen Regen", sagte er auf Nachfrage unserer Redaktion. "Der Platz hat das super aufgenommen." Die Kinder und Betreuer des Jungenzeltlagers St. Martinus bauten Gräben um ihre Zelte. Sie überstand den Regen so ebenfalls ohne größere Probleme, wie Johann Schmidt mitteilte. "Bei uns ist alles top!", sagte er. 


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