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Rund 500 begeisterte Zuhörer beim Weihnachtskonzert des Martinus-Chors und der Jugendschola Hagen: Zauberhafte Mischung aus Klassikern und modernen Liedern



Hagen. Mehr als 500 Besucher drängten sich am Mittwochabend beim Weihnachtskonzert des Martinus-Chors und der Jugendschola in der Alten Kirche. Die Mischung aus alten und neuen Liedern begeisterte die Zuhörer vom ersten gesungenen Ton an und machte das Konzert für alle Anwesenden zu einem unvergesslichen musikalischen Erlebnis.

Die Alte Kirche ist bei vielen Konzerten gut gefüllt, aber beim Auftritt des Martinus-Chors drohte sie aus allen Nähten zu platzen. Es gab keinen freien Sitzplatz mehr, und selbst im hinteren Bereich standen die Menschen dicht an dicht. Wer diese räumliche Enge in Kauf nahm, wurde dafür vom Chor fürstlich entschädigt.

Die Chorleiter Josef und Valentina Berger hatten weit ausgeholt und die 75 Sänger der beiden Ensembles auf die Darbietung von klassischen und zeitgemäßen Weihnachtsliedern eingeschworen. Was dabei herauskam, riss das Publikum immer wieder zu spontanen Beifallskundgebungen hin.

Nach der Begrüßung durch die Chorsprecherin Renate Theiling, die den Anspruch betonte, „den Zauber Weihnachten auch nach den Festtagen bewahren zu wollen“, wurden alle Anwesenden zur Mitwirkung beim Singen von „Alle Jahre wieder“ eingeladen. Später folgten noch weitere Klassiker wie „O Tannenbaum“ oder „Kling, Glöckchen“.

Die 60 Männer und Frauen des Chors zeigten sich bestens bei Stimme. „Singt Gloria“ und „Stille Nacht“ wirkten überaus lebendig. Besonders deutlich wurde dies auch bei „Transeamus“, das von den Sopran- und Tenorstimmen mit Macht nach vorn getrieben wurde.

In der zweiten Hälfte des Weihnachtssingens war zuerst die Jugendschola am Zug, die mit zwei englischsprachigen Stücken überzeugte. Die jungen Leute, aus den eigenen Reihen von instrumentaler Begleitung unterstützt, sangen sich mit den zum Teil poppigen Melodien und ihren einfühlsamen Texten in die Herzen der Zuhörer. Auch in diesem Jahr wurde die Tradition der vorgetragenen Weihnachtsgeschichten und -gedichte durch Chormitglieder beibehalten. Dies sorgte wie die musikalischen Einschübe des Kleinen Männerchors, der Auftritt des Chorleiterehepaars mit seinen vier Kindern und die Solostimme des Tenors Alfons Sieckmann bei „Eisblumen“ in Begleitung aller Chöre für einen unterhaltsamen Programmverlauf.

Davon ließ sich Kaplan Ralf Krause anstecken, der „Jerusalem, du goldene Stadt“ mit beachtlichem Stimmvermögen in hebräischer Sprache sang.

Zu dem munteren Liederreigen hatte die Chorleitung keinerlei Eintritt erhoben, bat jedoch um eine Spende für eine Armenküche in Kasachstan, die von einem Bruder Josef Bergers, einem Pastor, ins Leben gerufen worden ist.

Aus Dankbarkeit für das äußerst gelungene Konzert griffen die Zuhörer am Ende tief in die Geldbörse, sodass insgesamt 3900 Euro zusammenkamen.


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