Langeweile ist hier ein Fremdwort 25 Jahre St. Christophorus Kindergarten Hagen

Von Werner Barthel

Diese Kinder vom Kindergarten St. Christopherus ahnen zwar noch nicht viel von der Bedeutung des bevorstehenden Festes, waren aber gleichwohl liebend gern bereit, ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen.  Foto: St. Christophorus KindergartenDiese Kinder vom Kindergarten St. Christopherus ahnen zwar noch nicht viel von der Bedeutung des bevorstehenden Festes, waren aber gleichwohl liebend gern bereit, ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen. Foto: St. Christophorus Kindergarten
St. Christophorus Kindergarten

Hagen. Panama, Bullerbü oder Mullewap heißen die Phantasie beflügelnden Namen der Gruppenräume im Hagener Kindergarten St. Christophorus im Altenhoffs Feld. Zu seinem 25. Geburtstag, der Anfang Juni an drei Tagen gefeiert wird, sind auch alle „Ehemaligen“ eingeladen.

75 Kinder und sechs Erzieherinnen waren beim Start am 7. Januar 1994 dabei. „Im Mittelpunkt all unserer Bemühungen stand und steht das Kind und seine unmittelbaren Lebensbezüge im Elternhaus, im Freundeskreis, in der Kirchengemeinde St. Martinus und im Gemeindeleben“, sagt Leiterin Barbara Scholl, die gleichzeitig mit fünf ihrer Kolleginnen auch Grund zum Feiern hat: Sie sind von Anfang an dabei.

„Wie in anderen Kindergärten auch wird bei uns viel gesungen, getanzt und gebastelt“, führt Kerstin Gutendorf, stellvertretende Leiterin, aus, „all die Jahre waren ausgefüllt mit Anstrengungen, guten Ideen, Spaß und Ärger sowie jede Menge Überraschungen, die den Alltagsrhythmus durcheinander wirbelten.“ Langeweile ist an diesem Ort ein Fremdwort.

Ein Jahr voller Highlights

An so manches Highlight werden sich Kinder und Erzieherinnen wohl ihr Leben lang erinnern. Dazu gehören Großelternfeste, Erlebnisse in der Natur oder WM-Partys. Alle diese Ereignisse verblassen in ihrer Bedeutung bei den Erinnerungen an das Jahr 2014. „Zur Jubiläumskirmis haben wir Ferkel gebastelt und auf Bauernhöfen die typische Landluft-Atmosphäre in uns aufgenommen“, berichtet Barbara Scholl, „in der Bäckerei Elixmann durften wir die typischen Hagener ,Bieskens‘, die traditionelle Kirmesleckerei, backen und probieren.“ Auch ein Besuch beim Bürgermeister und der Verkauf der gebastelten Ferkel standen in jenen Tagen auf dem Programm. Der Erlös ging damals an die Einrichtung Herzenswünsche e.V.

Absoluter Höhepunkt ihrer Aktivitäten in jenem Jahr war der gemeinsame Auftritt bei der Kirmiseröffnung, als der eigens aus diesem Anlass vom Kindergarten kreierte Kirmishit „Atemlos und gespannt – Kirmis hier im Hagener Land“ vor Hunderten Besuchern geschmettert wurde. Scholl: „Ein tolles Erlebnis! In solchen Augenblicken wachsen die Kinder über sich hinaus und verlieren jegliche Berührungsängste.“

Vom Zeitgeist beeinflusst

Die Arbeit im Kindergarten war und ist immer auch Spiegel der gesellschaftspolitischen Veränderungen. Immer wieder beeinflusst der jeweilige Zeitgeist Konzepte und Zielrichtungen. So wurden zum Beispiel im Laufe der Zeit Spielkreise zum Eingewöhnen der ganz Kleinen eingerichtet, Öffnungszeiten erweitert, Mittagessen angeboten und schließlich auch integrative Kindergruppen ins Leben gerufen.

„Nicht alles, was vor 25 Jahren überlegt und umgesetzt wurde, hat heute noch Bestand“, weiß Barbara Scholl, und Kerstin Gutendorf ergänzt: „Ideen und Methoden wurden von Zeit zu Zeit wieder verworfen, aber stets sind neue an ihre Stelle getreten.“ Was gleich geblieben ist: Unzählige Situationen mit Kinderlachen, manchmal mit Tränen und 1000 und mehr kleine und große Sternstunden.

Im Jubiläumsjahr gibt es im Kindergarten St. Christophorus eine Regelgruppe mit jeweils 25 Kindern, zwei Integrationsgruppen mit je 19 Kindern und zwei Spielkreise, die von zehn Erzieherinnen und zwei Heilpädagogen betreut werden. Um dem gestiegenen Bedarf an Kitaplätzen gerecht zu werden, erweitert die politische Gemeinde zurzeit den Kindergarten St. Christophorus: Es werden Räume für zwei Krippengruppen und eine Kleingruppe angebaut. 

Das Festprogramm

Die Festlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen erstrecken sich über drei Tage. Den Anfang macht der Jubiläumsgottesdienst am Sonntag,  2. Juni, um 10.30 Uhr in der Martinuskirche. Für die sechs- bis 15-jährigen Kinder, die diesen Kindergarten besucht haben, findet am Mittwoch, 12. Juni, von 16 bis 18 Uhr ein Spielenachmittag im und um den Kindergarten im Altenhoffs Feld statt. Und für die älteren „Ehemaligen“ ist Partytime am 15. Juni in der Zeit von 19 bis 24 Uhr mit DJ, Tanz, Getränken und Würstchenbude - ebenfalls im Kindergarten. Zu dieser Veranstaltung müssen Eintrittskarten zum Preis von fünf Euro erworben werden. Sie werden im Kindergarten, in der Gaststätte Stock, bei der Bäckerei Elixmann und in der Martinus-Apotheke angeboten.    


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