170 kleine Gäste beim Familienverband Ein Fest für Kinder in Hagen

Von Feline Engling Cardoso

Spaß auf der Rollenbahn des Familienverbands hatte Laura beim Kinderfest an der Grundschule Gellenbeck. Foto: Feline Engling CardosoSpaß auf der Rollenbahn des Familienverbands hatte Laura beim Kinderfest an der Grundschule Gellenbeck. Foto: Feline Engling Cardoso

Hagen. Seit über 40 Jahren organisiert der Deutsche Familienverband (DFV) in Hagen ein Kinderfest mit familienpolitischer Ausrichtung. Das sehr durchwachsene Wetter tat der fröhlichen Atmosphäre an der Grundschule Gellenbeck in diesem Jahr keinen Abbruch. 170 Kinder und ihre Familien vergnügten sich bei zahlreichen Aktivitäten und Leckereien zu familienfreundlichen Preisen.

Bereits seit acht Uhr morgens waren 15 freiwillige Helfer für den Aufbau des Fests, das um 15 Uhr begann, im Einsatz. Die Verbandsarbeit mache „einfach Spaß, gerade weil auch viele Jugendliche mitmachen“, unterstrich Claus Denker, ehemaliger Verbandsvorsitzender, das hohe Engagement von Klein und Groß. Das Rahmenprogramm bildete eine große Tombola, die so nur alle zwei Jahre auf die Beine zu stellen sei, erklärte Michaela Dreckmann, 3. Vorsitzende des Ortsverbandes.

Die Tombola bedeutet so viel organisatorischen Aufwand, dass sie nur alle zwei Jahre angeboten werden kann. Foto: Feline Engling Cardoso


Mehr als 500 Preise hätten sie dafür über die vergangenen zwei Jahre gesammelt. Außerdem zählten Aktivitäten wie Dosenfußball, Schatzsuche, Glücksrad, Erbsenhammer und Wasserpistolenspiel zum bunten Kinderprogramm. Wer wollte, konnte sich auch das Gesicht kunstvoll schminken lassen.

Die kleine Edda nutzte die Gelegenheit, sich tierisch bunt schminken zu lassen. Foto: Feline Engling Cardoso


Neben der roten Hüpfburg war selbstverständlich auch die Rollenbahn wieder aufgebaut. Kleine wie große Kinder hatten sichtlich Spaß auf der 25 Meter langen Bahn hinunter zu sausen; die kleine Laura (3) ebenso wie der achtjährige Braian.

In den Verband hineingeboren

Beim Entenangeln versuchte Vivien (10) drei gelbe Quitsche-Enten an den Haken zu bekommen. Zur Belohnung freute sie sich über einen blauen Wabbelball.

Vivien zeigte enormen Ehrgeiz beim Entenangeln. Foto: Feline Engling Cardoso


Gegenüber, beim Faden ziehen, zeigten die Geschwister Emily (7) und Jonas (10) ihr Geschick. Angeleitet wurden sie von Nisse (15) und Jonas (15). Die Kumpels hatten die Verantwortung für diesen Stand übernommen.

Nisse und Jonas (rechts) sind quasi in den Familienverband hineingeboren. Beim Kinderfest übernahmen sie die Verantwortung fürs Fadenziehen. Foto: Feline Engling Cardoso


Beide sind von klein auf im Verband, quasi hineingeboren. Es gäbe eine größere Gruppe Jugendlicher. Es mache „einfach Spaß“, sich auch eigenverantwortlich einzubringen und zusammenzukommen, erklärte Nisse. Jakob (10) und Jost (14) führten beim Dosenfußball Regie. Seit 17 Jahren sei die Familie mit dabei, so Udo Hehmann, Vorstandsmitglied und Jakobs Vater. Wie so viele der Anwesenden kamen sie mit ihrem ersten Kind zum Familienverband.

Lachende Kinder das Wichtigste

Aktuell zählt der Ortsverband 103 Mitgliedsfamilien. Es konnten „erfreulicherweise mehrere Familien mit kleinen Kindern dazu gewonnen werden“, antwortete Michaele Dreckmann auf die Frage nach Nachwuchssorgen. „Mundpropaganda“ sorge hauptsächlich für neue Mitglieder, so Dreckmann. Events wie das Kinderfest, dienten dazu, den Kindern hier etwas Gutes zu tun und mit kleinen Preisen auch sozial schwächere Familien mit einzubeziehen. Drei Euro kosteten zehn Aktivitäten, Eis und Getränk inklusive.

Trotz des eher bescheidenen Wetters zog es zahlreiche Familien mit insgesamt mehr als 170 Kindern zum Kinderfest des Deutschen Familienverbands Hagen an die Grundschule Gellenbeck. Foto: Feline Engling Cardoso


„Uns sind lachende Kinder einfach das Wichtigste“, fügte Holger Dreckmann seiner Frau hinzu. Neben dem Kinderfest, organisiert der Verband einen Flohmarkt, Familienfreizeiten und ist auf dem Nussknacker Markt vertreten. Die 85 Plätze für die Herbstfreizeit nach Eckernförde waren „ratz fatz ausgebucht”, so Dreckmann.

„Der Hauptgedanke ist dabei immer, etwas für die Familie zu tun”, resümierte Claus Denker zum Abschied, getreu nach dem sozialpolitischen Leitbild des DFV, Familien zu unterstützen.


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