Rockmusik-Festival Die 15. Auflage von Stockrock in Hagen war ein voller Erfolg

Vor ausverkaufter Kulisse gab es am Wochenende für die Besucher des 15. Stockrock Festivals im Saal der Gaststätte Stock "derbe was auf die Ohren". Foto. Michael PohlVor ausverkaufter Kulisse gab es am Wochenende für die Besucher des 15. Stockrock Festivals im Saal der Gaststätte Stock "derbe was auf die Ohren". Foto. Michael Pohl
Michael Pohl

Hagen. Rockmusik-Fans aus dem gesamten Bundesgebiet sind am Wochenende nach Hagen gekommen. Zum 15. Mal fand dort das Festival Stockrock statt - und ausnahmsweise spielten keine Newcomer, sondern alte Bekannte.

Besondere Freude bereite den Organisatoren um Philipp Rethmann und Benjamin Frommeyer die Resonanz der Zuschauer. Nicht nur die Tatsache, dass bereits am Freitag bis zu 400 Besucher die Auftritte der Bands verfolgten. „Die Gäste waren von Beginn an dabei“, skizzierte Rethmann die Stimmung am Freitagabend.

Weil der Zuspruch in diesem Jahr sogar den der Erfolgsjahre 2006 und 2007 übertraf, fühlten sich die Verantwortlichen in ihrem Konzept bestätigt. Zur 15. Auflage des Stockrock-Festivals in Hagen hatte sich der Verein etwas Besonderes ausgedacht. Normalerweise möchte die Mitglieder Newcomerbands der Szene eine Bühne bieten.

Die Zuschauer verfolgten von Beginn an die Auftritte der Bands. Foto: Michael Pohl

In diesem Jahr war das Line-Up jedoch gespickt mit acht Bands, die ohne Ausnahme schon einmal auf der Bühne des Stockrock gestanden haben. „Diese Bekanntheit macht wahrscheinlich den Unterschied“, vermutete Rethmann den Grund für den Erfolg der aktuellen Auflage des Festivals. Allerdings brauchen sich die Fans der Veranstaltung keine Sorgen zu machen, dass in Zukunft nur noch „erfahrene“ Bands zu sehen sein werden. „2020 machen wir weiter wie bisher“, versprachen die beiden Vorsitzenden des Vereins.

Daneben dankten die Verantwortlichen den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die so ein Event nicht denkbar sei. 

Wie in den Vorjahren galt auch an beiden Festivaltagen ein einfacher Dresscode. Jeans, T-Shirt und Ohrenstöpsel. Bereits von Weitem waren die harten Bässe und kräftigen Gitarrenriffs zu hören, ehe man auch nur die Tür der Gaststätte passiert hatte. Einmal im eigentlichen Saal im ersten Stock des Gebäudes angekommen, gab es „satt was auf die Ohren“.

Vollen Körpereinsatz beim Auftritt der Band "Dampfmaschine" zeigte deren Frontmann Siggy Rock alias Simon Brandhorst. Foto: Michael Pohl

Mit ihren Darbietungen trieben am Freitag Mojo Jazz Mob, Inkasso Moskau und der Headliner Mantar die Soundinstallation an ihre Grenzen. Zu den Klängen der Bands ließ manch ein Besucher auch die eigene Haarpracht beim „Headbanging“ fliegen. Es ist vielleicht gerade diese Kulisse, die Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet zum Rockfestival nach Hagen zieht.

Nicht nur das große Angebot von Fanartikeln, sondern auch der einmalige Zusammenhalt innerhalb der Fangemeinde zieht Besucher aus ganz Deutschland zum Festival. Foto: Michael Pohl

„Wir haben Mitglieder von Kiel bis Leverkusen“, verriet Rethmann auf Nachfrage. Einer unter ihnen möchte nur Chris genannt werden. Er komme schon seit 14 Jahren wegen der eingeschworenen Gemeinschaft in die Kirchgemeinde, erklärte er seine Faszination für das Event.

Während am Samstag Bitter Organe, Dampfmaschine, Dyse und Insanity Alert die Wände des Festsaales zum Beben brachten, zogen die Veranstalter eine positive Bilanz. „Mega“ und „bombastisch“, waren nur zwei der Adjektive, mit denen sie den Erfolg des Festivals in diesem Jahr beschrieben. Nach Angaben von Rethmann und Frommeyer seien an beiden Tagen etwa gleich viele Besucher vor Ort gewesen und hätten den Bands jeweils ein einmaliges Erlebnis beschert.

Dieses direkte Feedback mache aus Sicht der Musiker den Reiz der Veranstaltung aus, so Rethmann weiter. Für 2020 würden bereits jetzt Anfragen von Künstlern für Auftritte vorliegen. Die Planungen dazu laufen aber erst nach Schluss der aktuellen Ausgabe an. 


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