Ein Netz, das trägt Jahreshauptversammlung der kfd St. Martinus Hagen

Betet, lobpreiset, beuget die Knie“ – der Wahlspruch der sportlichen Nonne (links) passte irgendwie auch auf die anderen „Berufs-Darsteller“, die bei ihrem raumgreifenden Aktivitäten aufpassen mussten, niemandem zu nahe zu kommen. Die fein abgestimmte Choreografie sorgte für viel Heiterkeit. Foto: Petra PieperBetet, lobpreiset, beuget die Knie“ – der Wahlspruch der sportlichen Nonne (links) passte irgendwie auch auf die anderen „Berufs-Darsteller“, die bei ihrem raumgreifenden Aktivitäten aufpassen mussten, niemandem zu nahe zu kommen. Die fein abgestimmte Choreografie sorgte für viel Heiterkeit. Foto: Petra Pieper
Petra Pieper

Hagen. Mit etwa 620 Mitgliedern ist die kfd St. Martinus Hagen einer der größten Verbände der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands. Deshalb findet die Jahreshauptversammlung im Saal Stock an zwei Terminen in zwei -inhaltsgleichen - Auflagen statt.

Am Dienstagnachmittag gab es zunächst Kaffee und Kuchen, am Mittwochabend warmes Essen, bevor das eigentliche Programm begann. „Der Abendtermin wird zunehmend von Berufstätigen oder jungen Müttern gewählt“, berichtete Mechthild Ehrenbrink, die zusammen mit Andrea Berlekamp, Marion Krabbemeyer, Lisa Weber-Jansen, Simone Eichler und Mechthild Martin Borrink das kfd-Vorstandsteam bildet. Im offiziellen Teil gab das Team zunächst Rechenschaft über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres und den erfreulich ausgeglichenen Kassenstand, bevor die Planungen für 2019 in den Blick genommen wurden.

Meditative Wanderungen

Als Höhepunkte wurden 2018 von vielen Teilnehmerinnen die meditativen Wanderungen für Alt und Jung empfunden, bei denen auf Spaziergängen durch die Hagener Landschaft an verschiedenen Stationen, etwa einem besonders beeindruckenden Baum oder einer schönen Aussicht, Lieder gesungen oder Texte vorgetragen wurden. „Das können besinnliche oder heitere Geschichten oder auch mal ein Gedicht oder Gebet sein“, berichtete Marion Krabbemeyer. Etwa die Hälfte der rund 40 Programmangebote drehte sich um Glaube und Kirche, so das allmonatliche Kirchencafé, jahreszeitliche Andachten oder eine „Auszeit“ im Kloster Thuine. Die andere Hälfte waren Freizeitangebote wie Doppelkopf, Handarbeiten und Radtouren. Als besonders stimmungsvoll und sehr stark nachgefragt erwies sich dabei die Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Bückeburg.

Zusammenhalt in den Gruppen

Hinzu kam jeweils die individuelle Programmgestaltung in den einzelnen Gruppen. So wie in der von Anneliese Stromann geleiteten Gruppe, die sich seit 1981 regelmäßig einmal im Monat zu besonderen Unternehmungen trifft: „Man freut sich auf diesen Termin“, bestätigten die Gruppenmitglieder bei einem Gespräch in der Pause, der Zusammenhalt sei mit den Jahren beständig gewachsen.

Das beliebte Duo Hildegard (Ulrike Leidecker) und Liesbeth (Karin Frese) leitete zum vergnüglichen Teil der Veranstaltung über. Foto: Petra Pieper

„Wir haben schon viel Freud und Leid miteinander getragen“, warf Elisabeth Grba ein und nahm damit auf, was kurz zuvor Andrea Berlekamp in ihrer kurzen Ansprache gesagt hatte: „Die kfd knüpft ein Netz, das Frauen trägt“.

Verbindung mit Menschen

Ähnlich lautet auch der kfd-Leitspruch für das kommende Jahr: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Um diese Verbindungen zu ermöglichen und zu pflegen, lädt die kfd St. Martinus - übrigens seit einem Jahr in enger Zusammenarbeit mit der kfd Mariä Himmelfahrt Gellenbeck – wieder zu einem umfassenden Jahresprogramm ein. Auch 2019 stehen Wanderungen, Radtouren und Ausflüge an, zum Beispiel ein Besuch des Ostergartens in Schöppingen oder des Musicals Anatevka in Ahmsen. Zudem gibt es Vorträge, Andachten und Gottesdienste ebenso wie Entspannungskurse, Frauenfrühstücke oder Bastelaktionen.

Die Jahreshauptversammlung endete mit einem Unterhaltungsprogramm, das die kfd-eigene Theatergruppe vorbereitet hatte. In heiteren Sketchen scheuten sich die Darstellerinnen nicht, weibliche Schwächen und lokalpolitische Entwicklungen humorvoll zu betrachten.


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