Benefizkonzert für Benin Zwei Virtuosen in der Ehemaligen Kirche Hagen

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Mehr als zwei virtuose Instrumentalisten waren nicht nötig, um den Gästen einen kurzweiligen Abend zu bereiten: Michal Majersky (Violine) und Jörg Zumstrull (Klavier) spielten beim Winter-Benefizkonzert für Benin in der Ehemaligen Kirche beliebte Werke von Beethoven, Vivaldi, Morricone und anderen. Foto: Markus StrothmannMehr als zwei virtuose Instrumentalisten waren nicht nötig, um den Gästen einen kurzweiligen Abend zu bereiten: Michal Majersky (Violine) und Jörg Zumstrull (Klavier) spielten beim Winter-Benefizkonzert für Benin in der Ehemaligen Kirche beliebte Werke von Beethoven, Vivaldi, Morricone und anderen. Foto: Markus Strothmann

Hagen. Michal Majersky (Violine) und Jörg Zumstrull (Klavier) spielten am Sonntag in der Ehemaligen Kirche Werke der Klassik für den guten Zweck: die Sammlung von Spenden für das Hilfsprojekt von Kaplan Coffi.

Majersky ist erster Konzertmeister des Osnabrücker Symphonieorchesters, Zumstrull leitet die Jugendmusikschule Hagen. Das Konzert begannen sie opulent mit dem Winter aus Antonio Vivaldis berühmten "Vier Jahreszeiten". Majersky und Zumstrull steigerten sich im Verlauf des wechselvollen Stücks hin zum furiosen Finale, dessen Tempo und Intensität sich bei Majersky in vollem Körpereinsatz äußerte. Der griff danach zum Mikrofon und begrüßte die Gäste "an diesem fantastischen Wintersonntag", zu dem das Stück bestens passe.  

Die beiden Musiker spielten Stücke, die überwiegend auch solchen Hörern bekannt sind, deren Interessenschwerpunkt nicht auf der klassischen Musik liegt. Zweites Stück war etwa der zweite Satz aus Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nummer 8, mit einer der bekanntesten Melodien des Komponisten. In der zweiten Hälfte riss Giacomo Puccinis "Nessun Dorma" die Gäste sichtlich mit.

Erkennen Sie diese Melodie? 

Franz Schuberts "Ave Maria" dürfte so gut wie jeder im Ohr haben, ebenso wie Ennio Morricones ikonische Filmmusik "Once Upon a Time in the West" (dt.: Spiel mir das Lied vom Tod), und "An der schönen, blauen Donau" von Johann Strauß. Letzteres ist besser bekannt als Donauwalzer; das Stück, zu dem Stanley Kubrick in "2001: Odyssee im Weltraum" die Flugobjekte in Zeitlupe tanzen ließ.

Den anwesenden Kindern widmete Majersky den "Schwan" aus "Karneval der Tiere", ein anmutiges Werk aus der Feder von Camille Saint-Saëns. Den Kindern gewidmet war allerdings im Grunde genommen das gesamte Konzert, denn statt Eintritt war eine Spende erbeten für das Hilfsprojekt von Kaplan Coffi.

Kaplan Coffi Regis Vladimir Akakpo stammt aus dem westafrikanischen Benin und ist seit drei Jahren in Hagen tätig, zudem promoviert er in Münster im Fach Sozialethik. Sein Projekt ist der Bau eines Bildungszentrums in Benin. Er möchte die große Unternehmung beginnen mit einem Kindergarten, in dem Kinder die Amtssprache Französisch lernen.

Musikalischer Geistlicher

Denn gerade im ländlichen Raum sprächen die meisten nur eine der zahlreichen Sprachen und Idiome des Landes, was mit der Einschulung zu Problemen führe, erklärte Kaplan Coffi nach der Pause. Die Spendensammlung durch ein Konzert liegt für ihn nah, da er selbst überaus musikalisch ist, wie er erst vor kurzem beim Weihnachtssingen mit dem Martinus-Chor trommelnd und singend bewiesen hat. 

Dass für diesen Abend zwei so ausgezeichnete Musiker gewonnen werden konnten, war ein Glücksfall nicht nur für die Klassikliebhaber unter den Gästen. Weitere Informationen zu dem Kaplan Coffis Projekt sind zu finden unter www.st-martinus-hagen.de


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