Erfolgreiche Aktion in Hagen Musikverein Wiesental sammelt Tannenbäume

Von Friedrich Schönhoff

Schwer hatten es die großen Fahrzeuge in den teilweise engen Siedlungsstraßen. Foto: Friedrich SchönhoffSchwer hatten es die großen Fahrzeuge in den teilweise engen Siedlungsstraßen. Foto: Friedrich Schönhoff

schf Hagen. Am Samstag führte der Musikverein Wiesental seine alljährliche Tannenbaumaktion durch und sammelte dabei in der Obermark nach Schätzung einiger Mitglieder etwa 2000 Bäume ein.

Um neun Uhr war die erste Zugmaschine samt Anhänger bei eisigen Temperaturen gestartet. Kurze Zeit später gab es die erste Zwangspause: Ein Pkw hatte in einer ohnehin engen Siedlung so geparkt, dass es für den schweren Trecker nicht mehr weiter ging. Zwei Teilnehmer der Aktion klingelten am Haus, vor dem der Pkw parkte. Ein gut gelaunter Mann öffnete ihnen die Tür mit den Worten: „Schön, dass ihr da seid, ich habe auch noch einen Baum für euch.“ Natürlich entfernte er dann auch sein Auto, sodass die Sammelaktion bald fortgesetzt werden konnte.

Erlebnisse am Rande

Für Martin Grba, der seit Gründung der Tannenbaumaktion 1985 stets dabei war, gehören solche Erlebnisse am Rande dazu: „Meistens sind es lustige Geschichten, die wir erzählen können,“ sagte er und berichtete schmunzelnd, wie ihnen bei einer Aktion einmal ein Familienvater aufgeregt winkend mit den Worten entgegenkam, er habe auch noch einen Baum. „Kein Problem,“ sagte ich ihm. Der sei aber noch nicht abgeschmückt, ob wir so lange warten könnten.„Kurzerhand boten wir ihm sogar unsere Hilfe an und wurden nicht nur mit einer Spende, sondern auch mit einem zweiten Frühstück belohnt.“ So viel Zeit ist aber wohl die Ausnahme, wie der Auftakt am Samstagmorgen zeigte: Um kurz vor neun Uhr trafen sich die etwa fünfzig Männer und Frauen an ihrer Vereinsgaststätte „Zum Wiesental.“

Meist großzügige Spenden

Carsten Tobergte, einer der Organisatoren im Verein, verteilte die Anwesenden auf die Trecker und Lkws, und dann ging es zügig los. Die meisten Bewohner hatten ihre Bäume bereits an die Straße gestellt. Es wurde aber, wie im Vorfeld der Aktion angekündigt, an den Türen geklingelt, um eine Spende entgegenzunehmen.

Diese fiel meistens auch dann großzügig aus, wenn es kaum etwas mitzunehmen gab, wie etwa bei Guido Kleinheider. Der hatte bereits sämtliche Äste vom Baum entfernt, sodass der Stamm leicht zu entsorgen war.

Trotzdem unterstütze er die Aktion gern, weil der Musikverein in Hagen wichtige Kulturarbeit leiste und dabei Generationen miteinander verbinde. Dass dem so ist, zeigte an diesem Tag auch die Teilnahme des erst siebenjährigen Levin van´t Hof und des 67-jährigen Herbert Weiss, die beide aktiv mit anpackten.

Fürs Osterfeuer

Die eingesammelten Tannenbäume wurden überwiegend zu einem Sammelplatz gefahren, wo sie geschreddert und somit wieder der Natur zugeführt würden, wie ein Teilnehmer erzählte. Ein kleinerer Teil der Bäume wurde hinter der Vereinsgaststätte schon für das Osterfeuer aufgeschichtet.

In der Gaststätte „Zum Wiesental“ war man in der Zwischenzeit nicht untätig: Denn als gegen 14 Uhr der Arbeitseinsatz dem Ende entgegenging, gab es zur Belohnung frisch gebratene Schnitzel und Bratkartoffeln.


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