Mit Familie Berger & Co. Feststimmung beim Weihnachtskonzert des Martinus-Chores

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Die Mitglieder der Familie Berger unterstützten den Martinus-Chor beim Weihnachtssingen instrumental, sangen aber auch solo und betätigten sich sogar zeitweise als Doo-Wop-Gruppe, wie beim Mottostück des Abends "Immanuel". Foto: Markus StrothmannDie Mitglieder der Familie Berger unterstützten den Martinus-Chor beim Weihnachtssingen instrumental, sangen aber auch solo und betätigten sich sogar zeitweise als Doo-Wop-Gruppe, wie beim Mottostück des Abends "Immanuel". Foto: Markus Strothmann

Hagen. Die St. Martinus-Kirche war wieder voll besetzt beim Weihnachtskonzert des Martinus-Chores. Aktive Unterstützung der Gäste war gefragt - nicht nur durch Spenden, sondern auch und vor allem durch Gesang.

„Stille Nacht, heilige Nacht“ - so weit kommen die meisten noch ohne Weiteres, aber ab dann beginnt die Textsicherheit oft zu schwanken. Die große Leinwand löste dieses Problem beim Weihnachtskonzert. Immer wieder waren die Gäste aufgefordert, mitzusingen, die denn auch geschlossen aufstanden und mit einstimmten: „Ich steh an deiner Krippe hier“. 

Mit dem großen Weihnachtsbaum, der in kein Wohnzimmer der Welt passen würde, mit der Weihnachtskrippe und den vielen Kerzen im ganzen Raum war das Fest zumindest in der St. Martinus-Kirche am 30. Dezember noch nicht vorbei. Das Programm bewegte sich zwischen traditionellen Weihnachtslieder und solchen neueren Datums. 

Zusätzlicher Schwung 

Der Martinus-Chor ist stark besetzt und klingt entsprechend kräftig. Die Bandbegleitung verlieh den Stücken zusätzlichen Schwung, wie auch die Djembe oder Bechertrommel von Kaplan Coffi Régis Vladimir Akakpo. Die Mitglieder der musikalischen Familie Berger lieferten bei mehreren Stücken Sologesang und harmonierten perfekt bei gemeinsam gesungenen Passagen. 

Der Bruder von Chorleiter Josef Berger ist Pfarrer Anton Berger. Er betreibt eine Armenküche in einer kleinen Gemeinde im östlichen Kasachstan. Die Martinus-Gemeinde unterstützt die Einrichtung finanziell. So zahlten die Besucher des Weihnachtskonzertes keinen Eintritt, waren aber gebeten, für Anton Bergers Projekt zu spenden. 

Diashow

Für einige Minuten machte die Musik Platz für eine Diashow. Diese zeigte den Gästen, was sie mit ihren Spenden ermöglichen, unter anderem nämlich den Ausbau des Gemeindehauses. Und auch Pfarrer Anton Berger ist musikalisch, wie die Bilder dokumentieren, die ihn zeigen, wie er gemeinsam mit Kindern Lieder einübt.  

Kaplan Coffi Régis Vladimir Akakpo stammt aus dem westafrikanischen Land Benin. Das Lied „Egnon, Egnon, Egnon“, das er aus seinem Heimatland mitgebracht hat, war einer der  Höhepunkte des Konzerts. Die Gäste klatschten mit und der ganze Chor kam in Bewegung, als Akakpo aufstand und tanzend mit voller Stimme sang. 

Fenster ins Paradies

Der Kaplan dankte den Besuchern und erinnerte an die verbindende Kraft der Musik. „Solange wir Lieder singen, leben wir, glauben wir. Lieder sind Fenster ins Paradies.“ 

Sogar geschunkelt werden durfte einmal, und zwar zu „Weihnachtszeit, stille Zeit“, geschrieben von Irma Holder und Jean Frankfurter für Schlagerbarde Patrick Lindner: ein buntes Programm, mit dem Martinus-Chor, Familie Berger und Co. das Kapitel „Weihnachten 2018“ schlossen. 


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