Premiere von "De Gedächnislücke" Bürgermeister ohne Gedächtnis - Proben für plattdeutschen Schwank

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Leseprobe für das neue Stück: Spielleiterin Elisabeth Schönhoff (links) geht mit den Laiendarstellern der plattdeutschen Theatergruppe noch einmal den Text für den Schwank "De Gedächnislücke" durch, der am 6. Januar Premiere feiert. Foto: Horst TroizaLeseprobe für das neue Stück: Spielleiterin Elisabeth Schönhoff (links) geht mit den Laiendarstellern der plattdeutschen Theatergruppe noch einmal den Text für den Schwank "De Gedächnislücke" durch, der am 6. Januar Premiere feiert. Foto: Horst Troiza

Hagen . Winterzeit – Theaterzeit. Wie in jedem Jahr bereiten die Darsteller der plattdeutschen Theatergruppe der Kolpingsfamilie St. Martinus gegenwärtig wieder ein neues Lustspiel vor. Dieses Mal heißt es „De Gedächnislücke“ und stammt aus der Feder von Bernd Gombold. Die Premiere ist am 6. Januar, insgesamt gibt es 12 Aufführungen.

Die heutige Probe beginnt ruhig. Spielleiterin Elisabeth Schönhoff lässt die Darsteller Platz nehmen und spricht mit ihnen Teile der Texte aus ihren Rollenbüchern durch. Es geht um die Aussprache der plattdeutschen Wörter, an denen der eine oder andere noch feilen muss. Bis auf einige Ältere sind die meisten der Laiendarsteller keine „Muttersprachler“, haben Platt erst später gelernt, bewegen sich inzwischen aber sicher darin. Trotzdem wird noch ein wenig gefeilt. Nach der Leseprobe geht es dann auf die Bühne, wo Szene für Szene durchgespielt wird.

Wie immer wollen die fünf Frauen und fünf Männer ihr Bestes geben. In den Jahrzehnten des Bestehens hat sich die Theatergruppe einen exzellenten Ruf erarbeitet. Den gilt es zu untermauern.

Das wollen sie mit dem neuen Stück tun. „De Gedächnislücke“ stammt von Bernd Gombold, einem Klassiker der Lustspielautoren auf plattdeutschem Gebiet. In dem Dreiakter steht der Ortsvorsteher Franz Kübele, gespielt von Michael Bensmann, im Mittelpunkt. Der hat´s nicht leicht und ist super-gestresst. Es kommt, wie es kommen muss – als er einmal unachtsam ist, kriegt er etwas gegen den Kopf und mit einem Mal ist sein Gedächtnis weg.

Als hätten die anderen drauf gewartet wird sein Zustand leidlich ausgenutzt. Besonders Amtsdiener Heini (Andreas Bolke) tut sich dabei hervor. Und nicht nur der ist dafür verantwortlich, dass die Situation in der Amtsstube bald eskaliert. Auch die Sekretärin Hannelore (Ricarda Ehrenbrink) trägt zum allgemeinen Chaos durch ein Missverständnis bei. Und als ob das noch nicht genug ist, heizt die Ladenbesitzerin Emma (Monika Börger) das Tohuwabohu auch noch mit Gerüchten an.

Der Schwank hat wieder alles, was das Volkstheater ausmacht. Es gibt trottelige Typen wie auch verschlagene, Missverständnisse und Missgunst, Wortwitz und fulminante Ausbrüche. Autor Gombold ist im Hauptberuf Bürgermeister der Gemeinde Inzigkofen, hat möglicherweise aus diesem Amt heraus Eindrücke in sein Theaterstück einfließen lassen.

In weiteren Rollen sind Karin Mayland als des Bürgermeisters Ehefrau Helene zu sehen, Albert Schönhoff als Vorsitzender der Musikkapelle, Anne Plogmann als Leonore, Werner Kemeper als Heinz-Harald, Raphael Ehrenbrink als Gottlieb und Anne Dillmann in der Rolle der Rosalinde.

Die Premiere findet am 6. Januar, 17 Uhr, im Saal Stock statt. Weitere Termine im Januar: 12.1. und 13. 1. (jeweils 17 Uhr), 25.1. (19.30 Uhr), 26.1. und 27.1. (jeweils 17 Uhr). Im Februar: 1.2. (19.30 Uhr), 3.2. (17 Uhr), 9.2. und 10.2 (jeweils 17 Uhr). Im März: 2.3. und 3.3. (jeweils 17 Uhr). Karten sind in der Gaststätte Stock (ab 16 Uhr) unter Telefon 05401-9332 zu erhalten.


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