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1600 Euro für Kriegsgräber 43 Hagener Oberschüler sammelten wieder kräftig

Von Frank Muscheid, Frank Muscheid | 04.02.2017, 16:36 Uhr

Ganz genau 1594,37 Euro haben 43 Schüler der Oberschule gesammelt. Im November hatten die Schüler in Hagen für die Kriegsgräberfürsorge um Spenden gebeten. Jetzt gab es für die Sammler Urkunden.

Vor allem die 9. Klassen, aber auch einige Zehntklässlerinnen beteiligten sich erneut. Allein die 9c sammelte mit 795,50 Euro – mehr als die Hälfte der Gesamtsumme, wie der organisierende Lehrer Marcus Sprick in der Mediothek der Schule verkündete. Der Erste Gemeinderat Markus Hestermeyer teilte dafür Urkunden aus, auch Schulleiter Simon Borgers lobte die jungen Menschen für ihren Einsatz. Die Brüder Bernard und Tobias Winter sammelten mit 219,10 Euro als Einzelteam am meisten, Louisa Elixmann und Malin Wörmann kamen auf 168,50 Euro, Ricarda Gloger, Aileen Menkhaus und Jasmin Niemann sammelten sich mit 140,70 Euro auf Rang drei der erfolgreichsten Sammler-Teams. Alle stammen aus der Klasse 9c. Schon zum zweiten Mal gesammelt haben diesmal Pia Westmeyer, Lena Nitsche und Luca Westerbusch, die 127,33 Euro mitbrachten, sowie Sophie Richter mit 17 Euro in der Spendendose.

Ein Friedenszeichen

„Herzlichen Dank für das tolle Ergebnis, das ihr zustande gebracht habt“, sagte Schulleiter Borgers. „Ich bin sehr stolz auf euch. Es ist sehr wichtig, denn ihr seid Botschafter unserer Schule, wenn ihr von Tür zu Tür geht und klingelt, den Mut aufbringt, um Spenden für eine gute Sache zu bitten. Ihr seid die beste Werbung, die wir haben.“ Auch Markus Hestermeyer dankte, der jüngst an einer Veranstaltung zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus in Hasbergen teilgenommen hatte. Dort habe eine Klasse aus Georgsmarienhütte eindrucksvoll gezeigt, „wie wichtig es ist, dass wir uns dieser Verbrechen im Krieg erinnern, dass es nicht aufhören darf, dass man es präsent hat.“ ( Weiterlesen: GMHütter Realschüler bei Gedenkveranstaltung am Augustaschacht )

Herzliches Dankeschön

Dazu trügen der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die von den Oberschülerinnen und -schülern gesammelten Spenden bei. Es sei ein „Friedenszeichen, dass ihr euch einsetzt, dafür unser herzliches Dankeschön“. Man könne nicht oft genug darauf hinweisen, dass nicht richtig gewesen sei, „was damals passiert ist, dass wir daran erinnern. Danke, dass ihr euch daran beteiligt.“ Er dankte auch Marcus Sprick für sein ehrenamtliches Engagement als Lehrer und Simon Borgers dafür, dass er die Sammlung über die Schule ermögliche. Die 1594,37 Euro seien ein „respektables Ergebnis“, lobte Marcus Sprick die jungen Friedensbotschafter. „Wenn ich das mit anderen Orten gleicher Größenordnung vergleiche, können wir uns damit wirklich sehen lassen.“