Yvonne van’t Hof rückt für CDU nach Cromme legt nach sieben Jahren Ratsmandat in Hagen nieder

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Nachrückerin für den ausgeschiedenen Michael Cromme im Hagener Gemeinderat: CDU-Vertreterin Yvonne van’t Hof (Mitte) hier nach der Annahme des Mandats mit Bürgermeister Peter Gausmann (links) und dem Ratsvorsitzenden Claus Molitor (rechts). Foto: ElbersNachrückerin für den ausgeschiedenen Michael Cromme im Hagener Gemeinderat: CDU-Vertreterin Yvonne van’t Hof (Mitte) hier nach der Annahme des Mandats mit Bürgermeister Peter Gausmann (links) und dem Ratsvorsitzenden Claus Molitor (rechts). Foto: Elbers

Hagen. Das am Samstag beginnende Großereignis Kirmes, für Hagener bekanntlich die „fünfte Jahreszeit“, ist zu Beginn und Ende der ersten Sitzung nach der Sommerpause natürlich auch Thema im Hagener Rat gewesen. Dazwischen lagen acht Beratungspunkte und ein Mandatswechsel: Michael Cromme hat nach sieben Jahren sein Mandat niedergelegt.

Der Hauptdarsteller fehlte am Donnerstagabend: Michael Cromme, der von November 2011 bis Februar 2016 zunächst die FDP im Hagener Rat vertreten hat, ehe er vor rund zweieinhalb Jahren bei den Liberalen ausgetreten ist und bei der Kommunalwahl 2016 dann für die CDU direkt gewählt wurde, gehört künftig nicht mehr zur CDU-Fraktion. Hintergrund der Entscheidung, das Mandat zurückzugeben, sind nicht politische Differenzen, sondern eine Veränderung im Privatleben.

Niederlegung des Mandats infolge Wohnortwechsel

Der 64-Jährige ist nach Bad Iburg umgezogen, wo er gebaut hat. Nach der Niedersächsischen Kommunalverfassung (Paragraph 49, Wählbarkeit) muss ein Ratsmitglied aber den Wohnsitz „im Gebiet der Kommune“ haben. Dass Cromme weiter als Hausarzt in Hagen praktiziert, reicht nicht. Er muss sein Ratsmandat niederlegen, bleibt aber auch künftig weiter Mitglied des Kreistags.

Nachrückerin für Cromme im Gemeinderat und damit neues Mitglied der CDU-Fraktion ist Yvonne van’t Hof. Die 42-Jährige ist vielen Hagenern als Vorsitzende des Musikzugs Wiesental bekannt. Sie wird wie ihr Vorgänger dem Friedhofsausschuss und dem Schulausschuss angehören.

Knapp 15 Minuten nahmen zu Sitzungsbeginn die Formalien des Mandatswechsels und einige Glückwünsche in Anspruch. Bei letzterem Punkt ist per Zufall deutlich geworden, dass der Rat hier die bestehende Richtlinie überarbeiten muss: Nur bis zum 70. Geburtstag ist dort derzeit geregelt, welches Präsent es bei runden Geburtstagen gibt. Da wird vom Bürgermeister ein Präsentkorb überreicht, den Donnerstagabend auch SPD-Vertreter Günter Rolf zur Vollendung der 60. Lebensrunde von Peter Gausmann erhalten hat.

Bereits ihren 75. Geburtstag hat die Rats-Älteste, CDU-Ratsfrau Mechthild Lauxtermann, im Sommer während eines Besuches der Partnergemeinde Barczewo in Polen gefeiert. „Wir mussten erst überlegen, was wir machen“, gratulierte Hagens Bürgermeister am Donnerstag nachträglich im Namen aller Ratskollegen – mit einer Orchideen-Schale.

In seinem Verwaltungsbericht hob Gausmann anschließend neben der Kirmes, durch die das Ortszentrum „in den nächsten Tagen in festen Händen der Schausteller und Hagener Gastwirte“ sei, auch zwei Auszeichnungen für Hagener Projekte hervor: Die Grundschule St.Martin ist am Tag der Ratssitzung vom Netzwerk Bildung in Zusammenarbeit mit der Bohnenkamp-Stiftung für ihr Gewaltpräventions-Angebot „Fair-AG“ prämiert worden. Dort wird Kindern vermittelt, anderen Empathie und Wertschätzung entgegenzubringen. Der Kindergarten St. Martinus erhielt die Auszeichnung für das Konzept „Fit machen für die Zukunft“, das unter anderem Bildungsabende für Eltern umfasst, in dem sie Anregungen bekommen, wie ihre Kinder gestärkt werden können.

Sitzung nach knapp einer Stunde beendet

Die acht Beratungspunkte waren anschließend in nicht einmal einer halben Stunden abgearbeitet. Mit jeweils einstimmigen Beschlüssen verabschiedete der Rat unter anderem zwei Bebauungspläne (Görsmannstraße II. Teil/Feuerwehrhaus Niedermark sowie Glasesch IV. Teil/Anbau Christopherus-Kindergarten), die Feststellung des Jahresabschlusses 2017 der Gemeinde und die Veräußerung des Wasserwerkes der Gemeinde an den Wasserbeschaffungsverband Osnabrück-Süd – alles Themen, die zuvor in den Ausschüssen intensiv beraten worden waren.

Nach noch nicht einmal einer Stunde beendete der Ratsvorsitzende Claus Molitor (CDU) die Sitzung mit einem Ausblick auf die drei tollen Volksfest-Tage im Ortskern: „Es ist soweit, in Hagen beginnt wieder die Kirmeszeit.“ Auch einen in Reimform gefassten Rat hatte er für die Ratsmitglieder; „Iss, was gar ist; trink, was klar ist; rede, was wahr ist.“


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