Hagen senkt Energieverbrauch Weitere 265 Straßenlampen bekommen LED-Technik

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Soll im kommenden Jahr an 265 Straßenbeleuchtungs-Standorten eingebaut werden: die Mastansatzleuchte Cuvia. Foto: Gemeinde HagenSoll im kommenden Jahr an 265 Straßenbeleuchtungs-Standorten eingebaut werden: die Mastansatzleuchte Cuvia. Foto: Gemeinde Hagen

Hagen. Die Kirschgemeinde setzt ihr Modernisierungsprogramm bei der Straßenbeleuchtung fort: 265 Lampen ältere Energiefresser sollen im kommenden Jahr vor allem in Wohngebieten ausgetauscht werden.

Die Beschlussempfehlung im Wege- und Verkehrsausschuss zum ursprünglich von der Grünen-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen für das kommende Jahr eingebrachten Antrag ist am Ende einstimmig erfolgt. Doch zuvor hat es eine intensive Diskussion gegeben, welcher Lampenkopf die alten Leuchten ersetzt. Die Alternativen: Eine vom Design her nach Einschätzung der Ausschussmitglieder etwas ansprechendere Pilzleuchte, die unter anderem bereits im Baugebiet Osterdiek oder der Anna-Stock-Straße zu finden ist, oder ein kostengünstigeres Modell, das am Radweg an der Natruper Straße im Bereich zwischen Nieder- und Obermark im Einsatz ist.

Zuschuss in Höhe von 20 Prozent

Bisher hat die Gemeinde von den insgesamt rund 1300 Leuchten, die in Hagen am Straßen- und Wegesrand stehen, bereits um die 400 Standorte auf energiesparende Technik umgerüstet. Das aktuelle jährliche Einsparvolumen bewegt sich bei 20000 Euro. Jetzt sollen 2019 noch einmal 265 Lampen hinzukommen. Im Rathaus wird mit einer Bezuschussung in Höhe von 20 Prozent der Kosten gerechnet. Ein entsprechender Förderantrag ist in Vorbereitung.

Die Kohlendioxyd-Einsparung liegt bei beiden Beleuchtungstypen bei rund 80 Prozent im Vergleich zum derzeitigen Energieverbrauch. Fachdienstleiter Stefan Altevogt in der Sitzung: „Die beiden zur Auswahl stehenden modernen Leuchtem sind von der Beleuchtungsstärke und der Effektivität nahezu gleich.“ Der wesentliche Unterschied sei der Preis.

Der bewegt sich beim optisch auffälligeren Pilzform-Modell bei 720 Euro pro Stück; die Alternativ-Lösung „Mastansatzleuchte“ liegt bei Kosten von 500 Euro. Die Verwaltung hatte sich in der Beschlussempfehlung für das preiswertere Modell ausgesprochen. Hier liegen die Gesamtkosten mit 133000 Euro im Vergleich zu rund 190000 Euro bei der Pilzleuchte um knapp ein Drittel niedriger.

Die SPD-Vertreter im Ausschuss signalisierten schnell Zustimmung zum Verwaltungsvorschlag. Barbara Westerbusch: „Das ist von den Kosten her die sinnvollste Lösung.“

Dagegen brachten die CDU-Ausschussmitglieder noch einmal eine gemischte Lösung in die Diskussion. Claus Molitor: ,,Wir könnten uns vorstellen, in Siedlungsbereichen die Pilzleuchte einzusetzen, und bei Leuchten am Straßenrand auf freier Fläche oder an Radwegen die günstigere Variante zu wählen.“

Hälfte der Straßenbeleuchtung umgerüstet

Nachdem Fachdienstleiter Altevogt hier noch einmal darauf hingewiesen hatte, dass rund drei Viertel der auszutauschenden Leuchten in Siedlungen liegen, und somit ein Mix aus beiden Lampentypen zu deutlich höheren Kosten führen würde, stimmte auch die CDU/FDP-Gruppe für den Verwaltungsvorschlag. Die notwendigen 133000 Euro sollen jetzt in den Haushalt 2019 eingestellt werden. Wenn alles wie vorgesehen klappt, wird bis Ende kommenden Jahres dann rund die Hälfte der Straßenbeleuchtungsstandorte auf Energiesparlampen umgerüstet sein.


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