Band Americana bei Stock Country, Folk und Soul von Vaudeville Etiquette in Hagen

Von Markus Strothmann

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Tayler Lynn ist Blick- und Wildfang der Band Vaudeville Etiquette aus Seattle, Washington, außerdem eine Sängerin, die den Unterschied ausmacht. Dank ihrer Hammerstimme und -show geriet das Konzert bei Stocks zu einem Erlebnis.Tayler Lynn ist Blick- und Wildfang der Band Vaudeville Etiquette aus Seattle, Washington, außerdem eine Sängerin, die den Unterschied ausmacht. Dank ihrer Hammerstimme und -show geriet das Konzert bei Stocks zu einem Erlebnis.

Hagen a.T.W.. Die Alternative Folk-Band Vaudeville Etiquette aus Seattle, Washington hat am Samstag in der Gaststätte Stock in Hagen gespielt. Viel Publikum war nicht da, aber für die Anwesenden lohnte sich der Besuch.

Rund 40 Besucher waren da, um Vaudeville Etiquette zu sehen, die momentan ihre zweite Europatour machen. Sängerin und Percussionisw21tin Tayler Lynn fing schon vor dem ersten Song an, die Leute in die Show einzubeziehen: „Where are the ladies in the audience?“ – also "Wo sind die Frauen im Publikum?". Den Frauen im Publikum widmete sie den Song "Blood & Bone". Während die anderen Musiker der Band zunächst recht stoisch spielten, zog Lynn die Blicke auf sich. 

Im Windschatten der tanzenden Sängerin kam auch die Band zunehmend in Gang. Bandleader Bradley Laina sang schön, maximale Strahlung erzeugten aber die reichlich vorhandenen zweistimmigen Passagen wie in der zärtlichen Hymne "Abilene". Matt Teske legte dazu weiche Flächen auf der Pedal Steel Guitar, zeigte später im Set aber auch, dass es sich auf dem Country-Instrument gescheit abrocken lässt. 

„Damn Lovely“

Tayler Lynn ging locker damit um, dass das Publikum überschaubar blieb, zumal die Gäste gut in Wallung kamen, bis gefühlt jeder Lärm für zwei machte. Trotzdem regte sie vor der Pause dazu an, schnell noch ein paar Freunde anzurufen, was aber leider keiner tat. Im zweiten Set machten Vaudeville Etiquette richtig ernst. Das laszive "Damn Lovely": ein Ausflug in den Soul, der auch in anderen Stücken durchschien, hier aber in fast reiner Form anklang. 

Ausgedehnte Jams und Solopassagen machten einen großen Teil des zweiten Teils aus. Drummer Bryce Gourley holte sich Applaus ab mit einem reduzierten Solo und auch Bassist Dune Butler bekam seinen Auftritt. Hervorstechend: der letzte Song im Set, mit genug Drama geschmettert von Bradley Laina und Tayler Lynn. Sonnenklar, dass Vaudeville Etiquette ohne Zugabe nicht davonkamen. Falls die Band nochmal in der Gegend Station machen sollte, hier die Aufforderung an alle, die da waren: sämtliche Freunde anrufen und zum Konzert hingehen, es lohnt sich.


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