Für die ganze Familie Flohmarkt und Fest der Hagener Nachbarschaft Im Grund

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Dichtes Gedränge herrschte am Vormittag beim Flohmarkt der Nachbarschaft Im Grund in Hagen. Foto: Ullrich SchellhaasDichtes Gedränge herrschte am Vormittag beim Flohmarkt der Nachbarschaft Im Grund in Hagen. Foto: Ullrich Schellhaas

Hagen. Eine gute Nachbarschaft ist in Hagen keine Seltenheit. Auch Nachbarschaftsfeste dürften hier und da gelegentlich vorkommen. Dass aber eine Nachbarschaft im Rahmen ihrer Feierlichkeiten gleich einen großen Flohmarkt mit 115 Standplätzen organisiert, ist wohl eher nicht die Regel. Im Grund in Hagen fand nun der siebte große Nachbarschaftsflohmarkt statt.

„Wir feiern in diesem Jahr unser zehn-jähriges Jubiläum“, sagte Martin Tiemann. Eigentlich sei der Flohmarkt im zwei-jährigen Abstand geplant, aber in einigen Fällen habe man ihn auch jährlich organisiert, so der Anwohner und Mit-Organisator des Ereignisses. „So haben wir in diesem Jahr schon den siebten Flohmarkt hier“, betonte Tiemann.

Von 7.30 bis 15 Uhr lockte das Trödeln und Handeln am Sonntag, 26. August, zahlreiche Besucher zum Im Grund. Schon am frühen Vormittag schlenderten zahlreiche Familien und andere Gäste an den Ständen vorbei und stöberten nach Lust und Laune in dem breit gefächerten Angebot. Klar, dass Familiensortimente wie Kinderbekleidung und Spielsachen hier leicht die Oberhand hatten, denn schließlich hatten auch die Anwohner den einen oder anderen Platz gebucht.

Neben den vorgenannten Waren gab es aber auch Bekleidung für Erwachsene, Haushaltswaren jeglicher Couleur, vom Essservice über Kristall- und Messing-Trinkgefäße bis hin zu Heizungsthermostaten oder Filmen und Hörbüchern auf digitalen Tonträgern fast alles zu finden, was das Herz des Flohmarktgängers höher schlagen lässt. Gute Geschäfte machten vor allem die Stände mit dem klassischen Familiensortimente, aber auch die Händler mit dem eher unüblichen Angebot zeigten sich mit den Geschäften nicht unzufrieden. „Es wird“, war auf Nachfrage oft genug zu hören.

Dabei zeigte sich auch, dass ein guter Teil der Verkäufer aus Hagen selbst, oder der unmittelbaren Umgebung angereist war. Tecklenburg und Osnabrück waren als Herkunftsorte doch deutlich in der Minderheit und nur gelegentlich zu finden.

Doch nicht nur für die Einkäufer hatten die Organisatoren ein breites Angebot auf die Bein gestellt, auch für jüngere und ältere Spielkinder gab es etwas zu erleben. Schließlich ist Anwohner Dirk Fiegenbaum Mitglied im Osnabrücker Drachenverein und der war gleich mit einem ganzen Anhänger voll Fluggeräten auf das benachbarte, abgeerntete Feld angerückt und ließ dort, hinter der Hüpfburg, Genkis, Deltas und Feuervögel in die Luft steigen.

„Wir haben auch Drachen mit, die schon bei wenig Wind steigen“, sagten Joachim Kleinfink und Udo Hinnah. Sie ließen dabei offen, ob nun sie selbst oder die jüngeren Besucher, denen sie gerne auch einen Drachen ausliehen, damit diese den Spaß bei der Geschichte selbst erleben konnten, das größere Vergnügen am Drachensteigen hatten. Oft genug handelten jedenfalls die Frauen der Flohmarktbesucher an den Ständen, während der Rest der Familienfraktion den Blick in den Himmel richtete und Dinge wie „Guck mal, hast Du den Drachen in Vogelform schon gesehen?“ sagte.

Auch für Verpflegung hatten die Anwohner gesorgt: Waffeln und Kuchen sowie Getränke boten sie gleich selbst an, während die Versorgung mit Bratwürstchen und Backschinken an einen externen Anbieter vergeben war. Schon am Vortag hatten die Helfer die Standplätze markiert und abends ihr eigenes Nachbarschaftsfest gefeiert, der Sonntag blieb so dem Trödeln und Handeln vorbehalten. 


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