Auftakt mit Sonntagsgottesdienst Gellenbecker Kolpingsfamilie feiert 70. Geburtstag

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In der Gaststätte Herkenhoff gründete sich im August 1948 der gellenbecker Kolpingverband. Foto: Melanie Glasmeyer. Foto: Melanie GlasmeyerIn der Gaststätte Herkenhoff gründete sich im August 1948 der gellenbecker Kolpingverband. Foto: Melanie Glasmeyer. Foto: Melanie Glasmeyer

Hagen. Die Kolpingsfamilie Gellenbeck blickt auf 70 Jahre Geschichte: Gefeiert wird das mit Messe und Kulinarik am Kirchplatz.

Das Festhochamt beginnt am Sonntag, 26. August um 10 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Kirchstraße 3, Gellenbeck. Ein Frühschoppen nebst den traditionellen Pfannkuchen zum Jubiläumstag sowie Bratwürste runden den kulinarischen Teil ab.

Geehrt werden zur Gründung vor 70 Jahren vier Teilnehmer, die damals Mitglieder im Kolpingverband wurden. Sie gehörten damit zu den über 200 Männern, die zur Basis von Kolping Gellenbeck wurden. Frauen waren noch nicht dabei.

Jugend oder Kolpingverband

Ob sich die Vier noch an die Diskussionen erinnern, die dem Kolpingstart in Gellenbeck vorausgingen? Laut einer Gellenbecker Kolpingchronik zum 40-jährigen Bestehen, gab es trotz der Nazi-Zeit zwischen 1938-1941 eine kirchliche Jugendarbeit. Offenbar war sie so identitätsstiftend, dass deren Mitglieder nach dem Krieg und Fronteinsatz lange diskutierten, ob es in Gellenbeck überhaupt einer Kolpinggruppe bedürfe.

„Im Grunde hat sich das über die Jahrzehnte gehalten“, sagt Werner Obermeyer. Der Teamleiter der Gellenbecker Kolpingsfamilie meint damit nicht, dass noch immer die Notwendigkeit von Kolping vor Ort von Jugendlichen angezweifelt wird. „Eher geht es bei ihnen darum, dass sie keine Notwendigkeit sehen, irgendwann Mitglied bei uns zu werden“, so Obermeyer.

Bis heute gebe es Versuche, Kolping auch Jüngeren schmackhaft zu machen. „Jeder ist bis zu seinem 23. Lebensjahr beitragsfrei und bei allen Unternehmungen versichert“, schildert Obermeyer. Ebenso biete Kolping Unterstützung bei Zeltlagern und beim Erwerb der Juleica-Card, der Qualifikation als Gruppenleiter. Und – hier sind noch die Wurzeln des Kolpingwerkes unter den Handwerksgesellen spürbar: Es gibt Angebote zur beruflichen Fortbildung, sagt Obermeyer. Doch bislang lassen sich Jugendliche nicht überzeugen.

Aktuell zählt die Kolpingsfamilie Gellenbeck 162 Mitglieder. Von ihnen sind 98 Männer, 64 Frauen. 14 Mitglieder sind jünger als 40 Jahre. Die Gemeinschaft stemmt jährlich je eine Frühjahrs- und Herbstkleidersammlung. „Es gibt den Mai-Gang, Doppelkopf-Veranstaltungen und schon lange die gemeinsame Radtour.“ Über den lokalen Tellerrand hinaus, geht die Kolpingsfamilie ebenso mit den Pendants in Hagen und Lengerich in der Karwoche einen Kreuzweg. 

Kolping Upgrade

Mit der Frage, wie es künftig mit dem Kolpingverband vor Ort weiter geht, ist man in Gellenbeck nicht allein. Unter dem Motto „Kolping Upgrade“ machen sich derzeit bundesweit Kolpingsfamilien auf die Suche. In der Region fanden bereits Zukunftsforen statt,

wie der Verband sich künftig neu ausrichtet und in welchen Bereichen er an Profilierung zulegen kann. „Es ging auch um mehr Ausrichtung auf junge Menschen“, so Obermeyer. Für Kolping in Gellenbeck fast traditionell kein neues Thema.


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