Eintritt frei im Hallenbad Hagen Fensterfront, Toiletten und Herrendusche renoviert

Von Andreas Wenk

Meine Nachrichten

Um das Thema Hagen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Hagen. Der Countdown zur Wiedereröffnung des Hagener Hallenbades läuft auf Hochtouren: Samstag werden die ersten Besucher erwartet. Damit sich möglichst viele Bürger ein Bild von den abgeschlossenen Renovierungsarbeiten machen können, entfällt an diesem Tag der Eintritt.

Zusätzlich gibt es ein Rahmenprogramm: von 10 bis 12 Uhr für kleinere Kinder und ab 13 Uhr dann für größere und Jugendliche. Als zusätzlicher Anreiz werden kostenlos Waffeln und Getränke angeboten. Das verspricht „volles Haus“. Dennoch hat Bürgermeister Peter Gausmann auf Nachfrage angekündigt, selbst schwimmen gehen zu wollen.

Doch bis es soweit ist, bleibt noch viel zu tun. Das Wort „sportlich“, sagt der Hagener Bäderleiter Thomas Bensmann, habe er in den vergangene Wochen immer wieder gehört. Ursprünglich sollte die Renovierung in sechs Wochen abgeschlossen sein, doch das war am Ende nicht zu schaffen.

Endspurt für die Handwerker

Statt zum Ende der Sommerferien dauerten die Arbeiten rund zwei Wochen länger als geplant. Trotzdem wird es auch jetzt zum Ende noch einmal eng, prophezeit Bensmann, während die Handwerker die Baustelle noch beherrschen. Elektriker Leon Frohn schließt noch die Notrufsysteme für die behindertengerechten Toiletten an, Thomas Nieweg dichtet Fugen und Kanten ab. Noch müssen Decken gespritzt und Türzargen eingebaut werden. Erst dann geht es an die Abschlussarbeiten.

Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle noch nicht perfekt sein wird, bis die ersten Gäste kommen, ist das Bad „sauber, funktionsfähig und sicher“, verspricht Bensmann. Bis es soweit ist, rechnet er damit, dass für ihn und seine Leute am Vorabend noch ein langer Arbeitstag bevorsteht.

Vereine in den Startlöchern

Da auch die Schulen nicht unmittelbar nach den Ferien mit dem Schwimmunterricht beginnen konnten, nutzen einzelne Lehrer die Gelegenheit, vor allem die Kleinen mit einer Besichtigung sanft an die neuen Gegebenheiten heranzuführen. Die Vereine stehen buchstäblich in den Startlöchern. „Für uns ändert sich nicht viel“, sagt David Diekmann vom DLRG, freut sich aber über die frisch renovierte Herrendusche. Wie zuvor bereits bei den Damen, „wirkt das jetzt alles sauber und gepflegt.“

Kinderspielecke in der Cafeteria

Auffallen dürften den meisten Stammgästen vor allem die neuen Fensterfronten, glaubt Bensmann. Die Profile für die Dreifachverglasung sind jetzt schmaler und auf der Innenseite statt in Braun jetzt in Alu gehalten: „Das wirkt heller und freundlicher.“ Wer nicht nur schwimmen will, dem dürfte auch das neue Mobiliar für die Cafeteria auffallen, die jetzt eine Kinderspielecke bietet. Damit sich die Besucher ein Bild von den Renovierungsarbeiten machen können, zeigt eine Vitrine neben verkalkten Leitungen auch Bilder vom einstigen, vom Ist-Zustand und von den Bauarbeiten.

300000 Euro Kosten

Die haben rund 300000 Euro gekostet. 73 Prozent davon hat das Land aus EU-Mitteln zugesteuert. Hinzu kommen Reparaturen am höhenverstellbaren Beckenboden. Die Notwendigkeit hatte sich bei Wartungsarbeiten an der Hydraulik herausgestellt. Insgesamt, so Bürgermeister Gausmann, präsentiere sich das Bad zur Eröffnung „in neuer Frische“ und in einem technisch sehr guten Zustand mit hervorragender Wasserqualität.

Die Filter im Keller wälzen das Wasser im Becken alle vier bis fünf Stunden um. Die Energie dafür und zum Heizen liefert ein gasbetriebenes Block-Heizkraftwerk, das Strom und Wärme erzeugt und sich am anderen Ende des Untergeschosses befindet. Dort gibt es jetzt mehr Platz. Zwei moderne Warmwasserbehälter haben vier alte ersetzt und zudem wurde ein alter 46000-Liter-Öltank demontiert.

Wichtige Ergänzung des Sportangebotes

Anders als in vielen anderen Kommunen wird in Hagen nicht an eine Schließung des Hallenbades gedacht, versichert Gausmann. Für Hagen sei das eine wichtige Ergänzung des Sport- und Kulturangebotes und ein absolutes Muss. Mit dem Umbau, so Gausmann, „hatten wir richtig Glück. Dank des tollen Wetters konnten die Leute das Freibad nutzen.“ Auch wenn die Saison noch nicht beendet ist, gibt er sich zuversichtlich, dass die Gästezahl in diesem Jahr die „25000er Marke knackt.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN