Weniger Stände, weniger Leute Flohmarkt der Malteser in Gellenbeeck läuft gut

Von Horst Troiza

Win-win-Situation für beide Seiten: Auf dem vom Malteser Hilfsdienst veranstalteten Flohmarkt in Gellenbeck wechselte vor allem Kinderkleidung die Besitzer. Foto: Horst TroizaWin-win-Situation für beide Seiten: Auf dem vom Malteser Hilfsdienst veranstalteten Flohmarkt in Gellenbeck wechselte vor allem Kinderkleidung die Besitzer. Foto: Horst Troiza

Hagen. Ferienende ohne Flohmarkt der Malteser – in Hagen-Gellenbeck undenkbar. Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet der Hilfsdienst rund um die Kirche Mariä Himmelfahrt den Second-Hand-Handel für Privatpersonen. Dieses Mal gab es weniger Stände, auch weniger Besucher, dennoch wurde der Umsatz als gut bewertet.

In der langen Tradition des Flohmarktes in Gellenbeck waren sicherlich schon mehr Stände aufgebaut und es hat mehr Besucher gegeben. Dass es in diesem Jahr weniger von beidem gab, hat nach Meinung einiger Beteiligter mit dem heißen Temperaturen der vergangenen Wochen und Monate zu tun.

Hitze als einziger Grund

„Da wird so mancher von vornherein ausgeschlossen haben, dieses Jahr hier zu erscheinen“, kommentierte Daniela Sommeraus, stellvertretende Ortsbeauftragte des Hilfsdienstes in Hagen das. „Wir haben alles genau so gemacht wie sonst auch: Es wurde keine Standmiete erhoben, Anmeldungen mussten auch nicht erfolgen – das ist wirklich der einzige Grund, der mir einfällt.“

Begonnen hatte der Flohmarkt bereits um acht Uhr morgens, als die ersten Stände aufgebaut wurden. „Das ist hier klasse, man kann bis zu seinem Stand fahren und in Ruhe ausladen. Das ist nicht überall auf Flohmärkten so“, bemerkte eine Hagenerin, die ihren Stand direkt vor der Treppe zum Kircheneingang hatte. Ihren Namen wollte sie nicht nennen, aber etwas anders wollte sie dann doch loswerden:

Prosit auf guten Umsatz

„Es sind weniger Verkäufer da, auch weniger Besucher. Doch über mangelnde Geschäfte kann ich wirklich nicht klagen.“ Auf ihrem Tisch war das Angebot an gebrauchten Haushaltwaren und Bekleidung schon arg geschrumpft. Ihre Zufriedenheit darüber drückte sie damit aus, dass sie mit einem Glas Prosecco in der Hand mit ihrer Freundin anstieß.

Wer seinen Blick über den Kirchhof schweifen ließ, kam nicht umhin, Lücken zwischen den sonst Tisch an Tisch stehenden Reihen klaffen zu sehen. Auch der Menschenstrom war gegenüber früheren Jahren dünner. Schade eigentlich, war doch vieles von dem, was zum Verkauf angeboten wurde, mindestens eine Überlegung wert.

Lob für den Veranstalter

Der Tisch der Hagenerin Anja Hehmann und ihrer Tochter Christin war voll mit Kleidung, Büchern, Kinderspielzeug und Spielen, alles tipp-topp erhalten und für kleines Geld zu haben. Sie zuckte mit den Schultern. „Da ist niemand für verantwortlich zu machen, wenn mal weniger los ist. Ich muss den Maltesern ein großes Lob dafür aussprechen, dass sie das Jahr für Jahr so gut organisieren.“

Sprach´s und wünschte ihrer Nachbarin guten Appetit, die sich gerade eben ein Stück Kuchen vom großen Büffet genehmigte, das im Gustav-Görsmann-Haus aufgebaut worden war. Wer es deftiger mochte, deckte sich am Grill mit Bratwurst und Pommes Frites ein. Dort waren im Schichtdienst Angehörige des Hilfsdienstes beschäftigt, den zur Mittagszeit angewachsenen Strom von Besuchern mit einem Imbiss zu versorgen.


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